Donnerstag, 11. August 2016

sommerliche Erfrischungsgetränke


Ein kühles Glas Crémant an einem milden Sommerabend im Freien - was will man mehr?

Aber es muss nicht immer Champagner sein - alkoholfreie Getränke können bei sommerlichen Temperaturen auch sehr lecker und erfrischend schmecken.

Man muss nur ein bisschen planen:

Eine Kanne grünen Tee oder Kräutertee, morgens aufgebrüht, leicht gesüßt und abgekühlt, mit ein paar Spritzern Zitrone und einem Kräuterzweiglein einige Stunden im Kühlschrank ziehen lassen.

Auch Mineralwasser, mit oder ohne Kohlensäure, kann man sehr lecker aromatisieren.


eine Karaffe Wasser 
mit einige Scheiben Limette, einem Zweig Pfefferminze und etwas Zitronenmelisse ansetzen

oder mit einigen Scheiben Salatgurke, Zitrone und aztekischem Süßkraut 

oder mit Ingwer, Zitronenscheiben und Melisse

Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Auf dem Markt gibt es derzeit eine schier unerschöpfliche Vielfalt frischer Kräuter, vielleicht wächst sogar einiges im eigenen Garten. 
Wenn ich nur an die Minze denke. Neben der klassischen Pfefferminze gibt es Apfel-Minze, marokkanische Minze, Zitronen-Minze, Ingwer-Minze, Bachminze und, und, und  ....







Donnerstag, 4. August 2016

Dresscode : Smart Casual vs. Business Casual


Man sieht es wieder häufiger bei schriftlichen Einladungen : Dresscode
Smart Casual  oder Business Casual .
Auf den ersten Blick scheint es dasselbe zu sein, aber es gibt einige klare Unterschiede.

Für den Mann gilt bei beiden:
kein Anzug, keine Krawatte, aber auch kein Kapuzenshirt und um Himmels Willen kein Motto-Shirt mit Lebensweisheiten!
Die weibliche Variante bedeutet für beides:
kein dunkles Kostüm, kein klassischer Hosenanzug, kein elegantes Seidenkleid, kein aufwendiger Schmuck, kein Diamant-Geschmeide.
Im Gegensatz zu Smart Casual ist Business Casual etwas nüchterner und in der Farbe gedeckter.

So kann es bei Smart Casual für den Mann auch eine bunte Hose sein - grün, gelb, rot oder kariert. Das Jackett kann farbiger und mit einem Einstecktuch aufgepeppt sein, und die Socken dürfen ruhig etwas bunter ausfallen.

Wenn Business Casual Attire erwünscht ist, kann der Mann unter dem Jackett auch ein gepflegtes T-Shirt oder Polohemd tragen oder das Jackett ganz weglassen und stattdessen über das gepflegte Baumwollhemd eine Anzug-Weste anziehen.

Bei Smart Casual für die Frau sind Spitzen, Fransen, Rüschen, modische Gürtelschnallen und leuchtende Farben erlaubt.

Stattdessen sollte ihr Business Casual Outfit eher schlicht und gerade ausfallen. Eine schicke Bluse, ein gepflegtes Twin-Set oder ein schnörkelloser Blazer zu Rock oder Hose passt immer. Als Schmuck sind eine unauffällige Goldkette oder die klassische Angela-Merkel-Kette für geschäftliche Anlässe bestens geeignet. Ohrringe sollten unauffälliger ausfallen, zum Beispiel einfache Kreolen, Knoten oder Perlenstecker.

Bei Smart Casual sind In ländlichen Gegenden Janker oder Trachtenjacke für sie und ihn durchaus angebracht, für die Frau natürlich auch ein Baumwoll- oder Leinen-Dirndl in klassischer Länge.
 . 

Donnerstag, 28. Juli 2016

ungeschriebener Dresscode



Kürzlich erhielt ich einen Dolmetschauftrag mit Dresscode. business casual attire“  hieß es da. 
Normalerweise ist ein solcher Hinweis in unserem Beruf nicht üblich und nicht notwendig, aber anscheinend gab es diesmal einen Grund. 
Es fragt sich allerdings, ob die Verursacherin dieser besonderen Klarstellung die Anmerkung verstanden und umgesetzt hätte.

Dass man sich dem Anlass entspreched kleidet und sich der jeweiligen Umgebung anpasst, müsste hinlänglich bekannt sein. Auch müsste jedem klar sein, dass man bei der Kleidung zwischen Beruf und Freizeit unterscheidet.

Nicht immer ist ein Dresscode vorgegeben, aber es gibt gewisse ungeschriebene Gesetze.
Als Gast bei einer Hochzeit trägt man nicht weiß; das ist der Braut vorbehalten. Man trägt auch nicht schwarz, weil das die Farbe der Trauer ist und nicht zu einem fröhlichen Anlass passt.
Bei einer Beerdigung dagegen ist schwarze Kleidung angebracht, notfalls eine andere gedeckte Farbe wie dunkelblau, grau oder braun. Der Herr sollte auf jeden Fall eine schwarze Krawatte umbinden. 
Der Smoking ist ein Gesellschaftsanzug und hat in der Kirche nichts verloren, genau so wenig wie das schulterfreie Abendkleid, und Shorts gehören weder ins Büro noch in einen buddhistischen Tempel …..

Kleider machen Leute, sagt man. Es kann auch umgekehrt sein. So manch ein Prominenter dient durch seine äußere Erscheinung als Vorbild. 

Gerade ist wieder eine neue Leitfigur in den Medien aufgetaucht – die neue britische Premierministerin Theresa May. Sie ist eine sehr elegante Erscheinung und beweist (bisher) sicheren Geschmack beim Outfit. In dieser Beziehung kann sie beinahe mit Christine Lagarde, der Chefin des IWF, mithalten.

Michelle Obama dagegen, eine andere prominente Dame, haut mit ihrem Kleiderstil gelegentlich total daneben. Es bleibt mir ein Rätsel, warum die Presse sie als Stilikone bezeichnet. Ganz offensichtlich fehlt ihr das Gespür für das richtige Outfit zum gegebenen  Anlass. Kürzlich sah man sie bei einer Trauerfeier in einem ärmellosen Cocktailkleid aus schwarzer Spitze, ....... immerhin schwarz!

Donnerstag, 21. Juli 2016

Zeit für Sonnenbrillen


Jetzt kommen die Sonnenbrillen wieder zum Einsatz. Und es geht beileibe nicht nur um Blendschutz oder darum, die Augen gegen die schädlichen UV-Strahlen abzuschirmen.
Die Sonnenbrille ist ein modisches Accessoire. Im Idealfall passt sie zum Outfit und komplettiert den Gesamtlook.
Ein schickes Designerteil in der richtigen Form und Farbe ist ein echtes Fashion-Statement. 
Aber Brille ist nicht gleich Brille, ob modisch oder klassisch.
Zu dunkle oder verspiegelte Gläser können für den Gesprächspartner sehr unangenehm sein. Es erzeugt ein unsicheres Gefühl, wenn man die Augen seines Gegenübers nicht sehen kann. Besonders verwirrend ist es, wenn man beim Gespräch ständig sein eigenes Spiegelbild vor sich sieht.  
Dann ist es angebracht, die Brille entweder kurz abzusetzen oder nach oben zu schieben. Die in die Haare geschobene Sonnenbrille ist ja absolut angesagt und kann sehr schick aussehen.  
Generell gehört die Sonnenbrille aber ins Freie. Im geschlossenen Raum verliert sie ihren Sinn, und bei Abendveranstaltungen wirkt selbst das edelste Designermodell in den Haaren nicht mehr schick, sondern eher etwas lächerlich. 

Mittwoch, 13. Juli 2016

Du oder Sie



Wenn ich mich nur mit dem Vornamen vorstelle, gebe ich meinem Gegenüber damit zu verstehen, dass ich geduzt werden möchte. Es heisst aber noch nicht, dass ich ihn auch duzen darf.

Normalerweise geht es heute viel lockerer zu als früher. Unter gleichaltrigen jungen Leuten duzt man sich automatisch, und dabei gibt es praktisch keine gesellschaftlichen Schranken. Da duzt der Verkäufer den Kunden und der Gast duzt den Kellner. Für Menschen jenseits der 50 ist das etwas gewöhnungsbedürftig. 

In vielen Berufszweigen gehört das vertrauliche Du unter Kollegen heute zum Alltag. Selbst im Krankenhaus, wo eine klare Hierarchie herrscht, bildet häufig nur noch der Chefarzt eine Ausnahme. Alle anderen sprechen sich mit Vornamen und Du an.

Die weibliche Stimme im Call-Center des Online-Shops spricht den Anrufer ebenso mit dem vertraulichen Du an wie der Mitarbeiter beim Pizza Lieferservice. Der Rentner am anderen Ende der Leitung empfindet das möglicherweise als respektlos, .... wenn er es nicht als Kompliment für seine jugendliche Stimme interpretiert.

Andererseits gibt es auch heute noch Domänen, wo es traditionell förmlicher zugeht. Im Bereich der gehobenen Hotellerie und der Edel-Gastronomie zum Beispiel wird viel Wert gelegt auf die korrekte Anrede, genauso wie in gewissen etablierten Firmen und Dienstleistungsbetrieben. Man denke an Nobelkarossen und Schmuck. 

Glücklicherweise sind Smartphones und Tablets längst nicht mehr nur den Jungen vorbehalten, und so schaut auch Oma gelegentlich im Apple Store vorbei. Das bedeutet aber nicht, dass sie dort genauso angesprochen werden will wie der coole Teenager. 

Das Zauberwort heißt Differenzierung!


Donnerstag, 3. März 2016

Die Frau, das weibliche Wesen



Glücklicherweise ist das FRÄULEIN aus der deutschen Alltagssprache so gut wie verschwunden.

Die Bezeichnung war bisweilen äußerst unpassend. Ich muss nur an meine erste Lehrerin denken. Fräulein Fausch, eine ältliche Person mit ziemlicher Körperfülle strahlte einschüchternde Autorität aus. Dazu passte nun wirklich kein Diminutiv.

Die Bezeichnung Fräulein kann aber auch abwertend gemeint sein. Man denke nur an die „deutschen Fräuleins“ der Nachkriegszeit.

Darüber brauchen wir uns nun keine Gedanken mehr zu machen. Heute haben wir uns nur noch um die Bezeichnungen Frau und Dame zu kümmern, was bisweilen schwierig genug ist.

Beides steht für ein menschliches Wesen weiblichen Geschlechts.

Per Definition ist FRAU die neutrale Bezeichnung für eine erwachsene weibliche Person.

DAME ist laut Duden die Bezeichnung für eine weibliche Person im gesellschaftlichen Verkehr.

Will man den Unterschied zum Mann hervorheben, spricht man von der FRAU. Wenn Vornehmheit im Spiel ist, geht es um die DAME.

So einfach ist die Sache aber nicht. 

Die HausFRAU kann gleichzeitig auch die DAME des Hauses sein,

Die DAME an seiner Seite ist (meistens) seine EheFRAU.

Im Hotel gibt es eine HausDAME, aber auch eine KinderFRAU.

Die Nuancen richtig zu deuten und den passenden Ausdruck zu erkennen, kann eine echte Herausforderung sein. 

Freitag, 12. Februar 2016

wieviel Trinkgeld soll ich geben?



Trinkgeld muss sein, aber auf die Höhe kommt es an.

In letzter Zeit fällt mir auf, wie unterschiedlich das Thema Trinkgeld in Deutschland gehandhabt wird.

Anscheinend sind viele Leute unsicher. Es gibt enorme Ausschläge – nach unten, aber auch nach oben.

Im Restaurant sind 10 %  die Faustregel.

War man mit dem Service besonders zufrieden, darf es ruhig etwas mehr sein. Man sollte es aber nicht übertreiben. 
Wenn der Service schlecht war, kann man etwas weniger geben.

Das Trinkgeld sollte sich aber zwischen 8% und 15% der Rechnungssumme bewegen.  

Zu wenig ist schlechter Stil. Wer aber zu viel Trinkgeld gibt, wirkt protzig.