Montag, 13. März 2017

Umgang mit der Serviette



Unsicherheiten bei der Handhabung der Serviette sind weit verbreitet.

Wo gehört sie hin?

Wann nimmt man sie vom Tisch?

Wie benutzt man sie?

Was macht man damit, wenn man während der Mahlzeit aufsteht?

Wo legt man sie nach dem Essen hin?

Bei einem Fest habe ich kürzlich beobachtet, dass der mit drei Tellern beladene Kellner die Vorspeise nicht servieren konnte, weil die kreativ gefalteten Servietten im Weg standen. Der arme Kerl stand hilflos hinter zwei Gästen, die ihn überhaupt nicht zur Kenntnis nahmen. Schließlich setzte er die Teller einfach auf die Servietten drauf!

Wahrscheinlich wussten die beiden Herren nicht, dass man die Serviette vom Tisch nimmt, sobald mit dem Servieren begonnen wird.

Vermutlich hatte ihnen auch niemand beigebracht, dass man sich die Serviette halb aufgefaltet quer auf den Schoß legt, und dass sie dort während der gesamten Mahlzeit liegen bleiben soll, 

auch wenn man sich zwischendurch mit einer Ecke den Mund abtupft.

Jemand sollte ihnen sagen, dass man sie lose zusammengefaltet links neben dem Teller ablegt, wenn man während des Essens aufsteht,

und dass man sie nach der Mahlzeit, ebenfalls lose gefaltet, auf den Tisch zurücklegt.

Samstag, 10. Dezember 2016

deutsches Frühstück




Werkags muss es schnell gehen, aber am Wochenende wird in deutschen Familien gemütlich gefrühstückt.

Im Idealfall holt der Papa frische Brötchen vom Bäcker. Ich kann mich an Zeiten erinnern, als es bei uns neben den Brötchen auch Schokoküsse (damals durfte man sie noch Mohrenköpfe nennen) und für jeden ein Rubbellos gab.

Auf dem Tisch steht schon alles bereit: Butter, Marmelade, Honig, Käse, Wurst, gekochte Eier, Obst und Fruchtsaft.

Die heißen Getränke werden erst im letzten Moment zubereitet. Meistens wird Kaffee getrunken, manchmal auch Tee. Für die Kinder gibt es warme Milch oder Kakao.

Die Tüte mit den knusprigen Brötchen wird in den bereitgestellten Korb ausgeschüttet, und dann kann es auch schon losgehen.

Hierzulande darf man das Frühstücksbrötchen ohne weiteres mit dem Messer quer aufschneiden und eine Hälfte nach der anderen wie eine Stulle bestreichen.

Beim Brötchen, das vor einer Hauptmahlzeit gereicht wird, ist das anders. Dieses liegt auf einem kleinen Teller links vom Gedeck. Man bricht davon mundgerechte Stückchen ab und bestreicht sie nach und nach mit Butter oder Aufstrich.

Kalorien hin oder her, aushöhlen darf man das Brötchen auf keinen Fall!



Donnerstag, 1. Dezember 2016

Komplimente machen will gelernt sein



Komplimente sind gut und tun gut; wer wollte das Gegenteil behaupten?

Natürlich schmeichelt es, wenn man für seine Leistung beglückwünscht wird, wenn die eigenen Fähigkeiten gewürdigt werden oder das eigene Aussehen gelobt wird. 

Das ist Balsam für die Seele.

Nicht jedem ist jedoch das Talent angeboren, nette Komplimente zu machen. Das kann man lernen oder bei anderen abschauen, und man sollte einige Regeln beherzigen.  

Zwar darf durchaus etwas übertrieben werden, aber ein Kompliment sollte einigermaßen glaubwürdig klingen. 

Eine 2-Zentner-Frau zu ihrer tollen Figur zu beglückwünschen, ist ziemlich plump – es sei denn, sie hat gerade 20 Kilo abgenommen! Eher sollte man vielleicht die schicke Frisur, das hübsche Kleid oder den geschmackvollen Schmuck kommentieren.

Häufig kommt es auch vor, dass Komplimente auf Kosten Dritter gemacht werden.

Gerade kürzlich  bei der Bambi-Verleihung war das wieder zu beobachten. Zunächst lobte der Preisträger die vielen schicken Damen im Publikum, aber im gleichen Atemzug lenkte er die Aufmerksamkeit auf seine Begleiterin und sagte, wie stolz es ihn mache, dass die Schönste und Eleganteste von allen an seiner Seite sei. 
Dass er damit alle anderen anwesenden Frauen herabsetzte, war ihm wohl nicht bewußt.

Donnerstag, 20. Oktober 2016

Bitte anworten


Wir leben in einer sehr schnelllebigen Zeit, werden mit Angeboten, Anzeigen und Infomationen überhäuft. Der Briefkasten vor der Haustür läuft über, die Tageszeitung passt vor lauter beigelegten Prospekten nicht mehr in das Zeitungsrohr, und auch das Email-Postfach enthält Unmengen von Müll.

Man sollte aber differenzieren und eine persönliche Email-Nachricht anders behandeln als das 150.Superangebot für Druckertoner.

Eine persönlich adressierte Email, die Fragen oder Informationen enthält, sollte auf jeden Fall beantwortet werden.

Man braucht keinen langen Aufsatz zu schreiben, wenn man keine Zeit hat. Es gehört sich jedoch, dass man wenigstens eine kurze Rückmeldung gibt. Sonst weiß der Absender nicht einmal, ob seine Email angekommen ist.

Es reichen wenige Worte :
Danke für die Mail, ich komme später darauf zurück
Ich habe gerade keine Zeit, bis nachher
Ich bin im Stress, antworte später
Ich bin im Urlaub, melde mich am 15.11.
Wenn es sich nur um eine Info handelt, reicht auch ein Wort : Danke

Überhaupt nicht zu reagieren, ist einfach schlechter Stil

Freitag, 23. September 2016

der Beifahrer und seine Verantwortung


Das Verhältnis zwischen Fahrer und Beifahrer ist keineswegs konfliktlos.

Ich erinnere mich noch genau daran, wie uns Vater die Schuld an einer Beule gab, die er sich beim Einparken zugezogen hatte. Keiner von uns hatte ihn vor dem Pfosten am Straßenrand gewarnt!

Als Beifahrer trägt man durchaus eine gewisse Verantwortung. Aber es kommt immer auf die Situation an, und die muss man erspüren. Wohl dem, der feine Antennen hat.

Macht man auf eine Geschwindigkeitsbegrenzung, eine Abbiegung oder ein Hindernis aufmerksam, so wird das unter Umständen als Einmischung beanstandetHält man sich zurück, dann kann das als Gleichgültigkeit verstanden werden.

Es kommt vor, dass ein und derselbe Fahrer von Mal zu Mal sehr unterschiedlich reagiert. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass vom Beifahrer mal aktive Kooperation (mitdenken!), ein anderes Mal absolutes Schweigen erwartet wird. Da ist psychologisches Einführungsvermögen gefragt.

Nur wer beim Autofahren einschläft, ist aus dem Schneider, …. dachte ich bisher.

Kürzlich las ich in einer regionalen Zeitung dazu folgendes:
„Schlafen im Auto ist zwar okay, allerdings ziemt es sich, dem Fahrer kurz Bescheid zu geben“.

Es fragt sich, wann man das am besten tun sollte - vor, während oder nach dem Nickerchen? Bei mir ginge es nur hinterher, weil mir bei langen Fahrten die Augen ganz ohne Vorwarnung plötzlich zufallen können.

Dienstag, 13. September 2016

der Gourmetlöffel




ein werkwürdiges Besteckteil - der Gourmet-Löffel 

Man sieht ihn nicht sehr häufig, und nur die wenigsten wissen richtig was damit anzufangen.

Der Gourmet-Löffel sieht aus wie ein mittelgroßer Suppenlöffel, ist allerdings wesentlich flacher und hat auf der rechten Seite eine Einkerbung.

Er ist besonders geeignet für das Aufnehmen von sämigen Saucen von flachen Tellern, vor allem bei Desserts.

Auch als Alternative für das Fischmesser wird er gerne benutzt. Durch die abgeflachte vordere Löffelseite lässt sich der Fisch damit leicht zerteilen. Gleichzeitig kann man die Sauce sehr gut auflöffeln.

Donnerstag, 11. August 2016

sommerliche Erfrischungsgetränke


Ein kühles Glas Crémant an einem milden Sommerabend im Freien - was will man mehr?

Aber es muss nicht immer Champagner sein - alkoholfreie Getränke können bei sommerlichen Temperaturen auch sehr lecker und erfrischend schmecken.

Man muss nur ein bisschen planen:

Eine Kanne grünen Tee oder Kräutertee, morgens aufgebrüht, leicht gesüßt und abgekühlt, mit ein paar Spritzern Zitrone und einem Kräuterzweiglein einige Stunden im Kühlschrank ziehen lassen.

Auch Mineralwasser, mit oder ohne Kohlensäure, kann man sehr lecker aromatisieren.


eine Karaffe Wasser 
mit einige Scheiben Limette, einem Zweig Pfefferminze und etwas Zitronenmelisse ansetzen

oder mit einigen Scheiben Salatgurke, Zitrone und aztekischem Süßkraut 

oder mit Ingwer, Zitronenscheiben und Melisse

Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Auf dem Markt gibt es derzeit eine schier unerschöpfliche Vielfalt frischer Kräuter, vielleicht wächst sogar einiges im eigenen Garten. 
Wenn ich nur an die Minze denke. Neben der klassischen Pfefferminze gibt es Apfel-Minze, marokkanische Minze, Zitronen-Minze, Ingwer-Minze, Bachminze und, und, und  ....