Donnerstag, 1. Dezember 2016

Komplimente machen will gelernt sein



Komplimente sind gut und tun gut; wer wollte das Gegenteil behaupten?

Natürlich schmeichelt es, wenn man für seine Leistung beglückwünscht wird, wenn die eigenen Fähigkeiten gewürdigt werden oder das eigene Aussehen gelobt wird. 

Das ist Balsam für die Seele.

Nicht jedem ist jedoch das Talent angeboren, nette Komplimente zu machen. Das kann man lernen oder bei anderen abschauen, und man sollte einige Regeln beherzigen.  

Zwar darf durchaus etwas übertrieben werden, aber ein Kompliment sollte einigermaßen glaubwürdig klingen. 

Eine 2-Zentner-Frau zu ihrer tollen Figur zu beglückwünschen, ist ziemlich plump – es sei denn, sie hat gerade 20 Kilo abgenommen! Eher sollte man vielleicht die schicke Frisur, das hübsche Kleid oder den geschmackvollen Schmuck kommentieren.

Häufig kommt es auch vor, dass Komplimente auf Kosten Dritter gemacht werden.

Gerade kürzlich  bei der Bambi-Verleihung war das wieder zu beobachten. Zunächst lobte der Preisträger die vielen schicken Damen im Publikum, aber im gleichen Atemzug lenkte er die Aufmerksamkeit auf seine Begleiterin und sagte, wie stolz es ihn mache, dass die Schönste und Eleganteste von allen an seiner Seite sei. 
Dass er damit alle anderen anwesenden Frauen herabsetzte, war ihm wohl nicht bewußt.

Donnerstag, 20. Oktober 2016

Bitte anworten


Wir leben in einer sehr schnelllebigen Zeit, werden mit Angeboten, Anzeigen und Infomationen überhäuft. Der Briefkasten vor der Haustür läuft über, die Tageszeitung passt vor lauter beigelegten Prospekten nicht mehr in das Zeitungsrohr, und auch das Email-Postfach enthält Unmengen von Müll.

Man sollte aber differenzieren und eine persönliche Email-Nachricht anders behandeln als das 150.Superangebot für Druckertoner.

Eine persönlich adressierte Email, die Fragen oder Informationen enthält, sollte auf jeden Fall beantwortet werden.

Man braucht keinen langen Aufsatz zu schreiben, wenn man keine Zeit hat. Es gehört sich jedoch, dass man wenigstens eine kurze Rückmeldung gibt. Sonst weiß der Absender nicht einmal, ob seine Email angekommen ist.

Es reichen wenige Worte :
Danke für die Mail, ich komme später darauf zurück
Ich habe gerade keine Zeit, bis nachher
Ich bin im Stress, antworte später
Ich bin im Urlaub, melde mich am 15.11.
Wenn es sich nur um eine Info handelt, reicht auch ein Wort : Danke

Überhaupt nicht zu reagieren, ist einfach schlechter Stil

Freitag, 23. September 2016

der Beifahrer und seine Verantwortung


Das Verhältnis zwischen Fahrer und Beifahrer ist keineswegs konfliktlos.

Ich erinnere mich noch genau daran, wie uns Vater die Schuld an einer Beule gab, die er sich beim Einparken zugezogen hatte. Keiner von uns hatte ihn vor dem Pfosten am Straßenrand gewarnt!

Als Beifahrer trägt man durchaus eine gewisse Verantwortung. Aber es kommt immer auf die Situation an, und die muss man erspüren. Wohl dem, der feine Antennen hat.

Macht man auf eine Geschwindigkeitsbegrenzung, eine Abbiegung oder ein Hindernis aufmerksam, so wird das unter Umständen als Einmischung beanstandetHält man sich zurück, dann kann das als Gleichgültigkeit verstanden werden.

Es kommt vor, dass ein und derselbe Fahrer von Mal zu Mal sehr unterschiedlich reagiert. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass vom Beifahrer mal aktive Kooperation (mitdenken!), ein anderes Mal absolutes Schweigen erwartet wird. Da ist psychologisches Einführungsvermögen gefragt.

Nur wer beim Autofahren einschläft, ist aus dem Schneider, …. dachte ich bisher.

Kürzlich las ich in einer regionalen Zeitung dazu folgendes:
„Schlafen im Auto ist zwar okay, allerdings ziemt es sich, dem Fahrer kurz Bescheid zu geben“.

Es fragt sich, wann man das am besten tun sollte - vor, während oder nach dem Nickerchen? Bei mir ginge es nur hinterher, weil mir bei langen Fahrten die Augen ganz ohne Vorwarnung plötzlich zufallen können.

Dienstag, 13. September 2016

der Gourmetlöffel




ein werkwürdiges Besteckteil - der Gourmet-Löffel 

Man sieht ihn nicht sehr häufig, und nur die wenigsten wissen richtig was damit anzufangen.

Der Gourmet-Löffel sieht aus wie ein mittelgroßer Suppenlöffel, ist allerdings wesentlich flacher und hat auf der rechten Seite eine Einkerbung.

Er ist besonders geeignet für das Aufnehmen von sämigen Saucen von flachen Tellern, vor allem bei Desserts.

Auch als Alternative für das Fischmesser wird er gerne benutzt. Durch die abgeflachte vordere Löffelseite lässt sich der Fisch damit leicht zerteilen. Gleichzeitig kann man die Sauce sehr gut auflöffeln.

Donnerstag, 11. August 2016

sommerliche Erfrischungsgetränke


Ein kühles Glas Crémant an einem milden Sommerabend im Freien - was will man mehr?

Aber es muss nicht immer Champagner sein - alkoholfreie Getränke können bei sommerlichen Temperaturen auch sehr lecker und erfrischend schmecken.

Man muss nur ein bisschen planen:

Eine Kanne grünen Tee oder Kräutertee, morgens aufgebrüht, leicht gesüßt und abgekühlt, mit ein paar Spritzern Zitrone und einem Kräuterzweiglein einige Stunden im Kühlschrank ziehen lassen.

Auch Mineralwasser, mit oder ohne Kohlensäure, kann man sehr lecker aromatisieren.


eine Karaffe Wasser 
mit einige Scheiben Limette, einem Zweig Pfefferminze und etwas Zitronenmelisse ansetzen

oder mit einigen Scheiben Salatgurke, Zitrone und aztekischem Süßkraut 

oder mit Ingwer, Zitronenscheiben und Melisse

Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Auf dem Markt gibt es derzeit eine schier unerschöpfliche Vielfalt frischer Kräuter, vielleicht wächst sogar einiges im eigenen Garten. 
Wenn ich nur an die Minze denke. Neben der klassischen Pfefferminze gibt es Apfel-Minze, marokkanische Minze, Zitronen-Minze, Ingwer-Minze, Bachminze und, und, und  ....







Donnerstag, 4. August 2016

Dresscode : Smart Casual vs. Business Casual


Man sieht es wieder häufiger bei schriftlichen Einladungen : Dresscode
Smart Casual  oder Business Casual .
Auf den ersten Blick scheint es dasselbe zu sein, aber es gibt einige klare Unterschiede.

Für den Mann gilt bei beiden:
kein Anzug, keine Krawatte, aber auch kein Kapuzenshirt und um Himmels Willen kein Motto-Shirt mit Lebensweisheiten!
Die weibliche Variante bedeutet für beides:
kein dunkles Kostüm, kein klassischer Hosenanzug, kein elegantes Seidenkleid, kein aufwendiger Schmuck, kein Diamant-Geschmeide.
Im Gegensatz zu Smart Casual ist Business Casual etwas nüchterner und in der Farbe gedeckter.

So kann es bei Smart Casual für den Mann auch eine bunte Hose sein - grün, gelb, rot oder kariert. Das Jackett kann farbiger und mit einem Einstecktuch aufgepeppt sein, und die Socken dürfen ruhig etwas bunter ausfallen.

Wenn Business Casual Attire erwünscht ist, kann der Mann unter dem Jackett auch ein gepflegtes T-Shirt oder Polohemd tragen oder das Jackett ganz weglassen und stattdessen über das gepflegte Baumwollhemd eine Anzug-Weste anziehen.

Bei Smart Casual für die Frau sind Spitzen, Fransen, Rüschen, modische Gürtelschnallen und leuchtende Farben erlaubt.

Stattdessen sollte ihr Business Casual Outfit eher schlicht und gerade ausfallen. Eine schicke Bluse, ein gepflegtes Twin-Set oder ein schnörkelloser Blazer zu Rock oder Hose passt immer. Als Schmuck sind eine unauffällige Goldkette oder die klassische Angela-Merkel-Kette für geschäftliche Anlässe bestens geeignet. Ohrringe sollten unauffälliger ausfallen, zum Beispiel einfache Kreolen, Knoten oder Perlenstecker.

Bei Smart Casual sind In ländlichen Gegenden Janker oder Trachtenjacke für sie und ihn durchaus angebracht, für die Frau natürlich auch ein Baumwoll- oder Leinen-Dirndl in klassischer Länge.
 . 

Donnerstag, 28. Juli 2016

ungeschriebener Dresscode



Kürzlich erhielt ich einen Dolmetschauftrag mit Dresscode. business casual attire“  hieß es da. 
Normalerweise ist ein solcher Hinweis in unserem Beruf nicht üblich und nicht notwendig, aber anscheinend gab es diesmal einen Grund. 
Es fragt sich allerdings, ob die Verursacherin dieser besonderen Klarstellung die Anmerkung verstanden und umgesetzt hätte.

Dass man sich dem Anlass entspreched kleidet und sich der jeweiligen Umgebung anpasst, müsste hinlänglich bekannt sein. Auch müsste jedem klar sein, dass man bei der Kleidung zwischen Beruf und Freizeit unterscheidet.

Nicht immer ist ein Dresscode vorgegeben, aber es gibt gewisse ungeschriebene Gesetze.
Als Gast bei einer Hochzeit trägt man nicht weiß; das ist der Braut vorbehalten. Man trägt auch nicht schwarz, weil das die Farbe der Trauer ist und nicht zu einem fröhlichen Anlass passt.
Bei einer Beerdigung dagegen ist schwarze Kleidung angebracht, notfalls eine andere gedeckte Farbe wie dunkelblau, grau oder braun. Der Herr sollte auf jeden Fall eine schwarze Krawatte umbinden. 
Der Smoking ist ein Gesellschaftsanzug und hat in der Kirche nichts verloren, genau so wenig wie das schulterfreie Abendkleid, und Shorts gehören weder ins Büro noch in einen buddhistischen Tempel …..

Kleider machen Leute, sagt man. Es kann auch umgekehrt sein. So manch ein Prominenter dient durch seine äußere Erscheinung als Vorbild. 

Gerade ist wieder eine neue Leitfigur in den Medien aufgetaucht – die neue britische Premierministerin Theresa May. Sie ist eine sehr elegante Erscheinung und beweist (bisher) sicheren Geschmack beim Outfit. In dieser Beziehung kann sie beinahe mit Christine Lagarde, der Chefin des IWF, mithalten.

Michelle Obama dagegen, eine andere prominente Dame, haut mit ihrem Kleiderstil gelegentlich total daneben. Es bleibt mir ein Rätsel, warum die Presse sie als Stilikone bezeichnet. Ganz offensichtlich fehlt ihr das Gespür für das richtige Outfit zum gegebenen  Anlass. Kürzlich sah man sie bei einer Trauerfeier in einem ärmellosen Cocktailkleid aus schwarzer Spitze, ....... immerhin schwarz!