Mittwoch, 17. April 2019

an Karfreitag gibt es Fisch



Noch sind wir in der Fastenzeit, aber wir haben es beinahe geschafft – OSTERN steht vor der Tür.

Vorher kommt aber noch der Karfreitag, und an diesem Tag wird hierzulande traditionell Fisch gegessen. Das hat mit Verzicht allerdings wenig zu tun. Es gibt so leckere Fischgerichte!

Ob man lieber Süßwasserfisch oder Salzwasserfisch isst, ist eine Frage des Geschmacks. Mir schmecken sie beide.

Eine gebratene Forelle aus dem Wispertal mit neuen Kartoffeln und frischem Salat ist ein Genuss, kann aber auch zu einer kleinen Herausforderung werden. Am besten fängt man oben an, löst das saftige weiße Fleisch nach und nach mit Fischmesser und Fischgabel bis zur Hauptgräte heraus, dreht den Fisch um und geht auf der anderen Seite genauso vor. Im Idealfall bleibt zum Schluss ein sauberes Fisch-Skelett auf dem Teller zurück.

Anders ist es bei Edelfischen wie dem Seeteufel, der ein festeres Fleisch hat und meistens mit Sauce serviert wird. Hier könnte der Gourmet-Löffel zum Einsatz kommen. Dieses nützliche Besteckteil gibt es leider sehr selten und nur in ausgesuchten Restaurants. Es hat aber den Vorteil, dass man damit den Fisch zerteilen und die Sauce auflöffeln kann. In Ermangelung eines Gourmet-Löffels kann man den Fisch mit dem Fischmesser zerteilen und die Sauce mit einem Dessertlöffel aufnehmen, .....  wär ja schade drum!

..... zum leckeren Dessert, das trotz Fastenzeit nicht fehlen sollte, gibt es dann sicher einen neuen Löffel. 

In diesem Sinne wünsche ich allen frohe Ostern und guten Appetit!      

Dienstag, 2. Oktober 2018

Warum parken Männer so gerne rückwärts ein?




Warum parken Männer eigentlich so gerne rückwärts ein?

Dass es Unterschiede gibt zwischen den Geschlechtern, wird niemand bestreiten. Dass sich das auch beim Autofahren widerspiegelt, weiß man ebenfalls.

Auch beim Parken fällt es auf. 

Es sind vor allem männliche Autofahrer, die rückwärts in die engsten Parklücken stoßen. Dabei scheint es sie nicht zu stören, dass sie sich damit den Zugang zum Kofferraum mitunter erheblich erschweren, und es interessiert sie anscheinend nicht, dass die Fahrer der neben ihnen stehenden Autos beim Türenöffnen eventuell Schwierigkeiten haben könnten. (Wenn alle Fahrzeuge in einer Richtung stehen, sind die Fahrertüren nämlich bei allen auf derselben Seite. Das ist bei engen Parkplätzen durchaus von Vorteil)

Gelegentlich beobachte ich ganz coole Typen, die das Lenkrad lässig mit der flachen Hand betätigen, in leicht schräger Sitzhaltung, den linken Arm auf dem geöffneten Seitenfenster, den Blick unbeteiligt auf dem Außenspiegel, .... echt cool!



Dienstag, 27. Juni 2017

die korrekte Rangfolge in der Gesellschaft



Dass man das Alter ehrt und den Damen den Vortritt lässt, weiß jedes Kind.

Was aber, wenn man aus Versehen zuerst dem freundlichen Nachbarn die Hand entgegengestreckt hat und erst dann bemerkt, dass neben ihm die Gastgeberin steht?

Richtig peinlich wäre es jetzt, die Hand wieder zurückzuziehen und zunächst die Gastgeberin zu begrüßen, womöglich noch mit einem dümmlichen Kommentar, wie etwa „oh, zuerst die Dame!“

Damit würde man nur den Nachbarn düpieren, der inzwischen wahrscheinlich schon seine Grußhand in Bewegung gesetzt hat.


So ein kleines Missgeschick kann jedem passieren. 

Am besten begrüßt man wie geplant den Nachbarn und schenkt dann der Hausfrau die volle Aufmerksamkeit. Das Ganze kann man mit einem freundlichen Lächeln charmant überspielen.  

.....  und nächstes Mal macht man es dann in der korrekten Reihenfolge.

Dienstag, 13. Juni 2017

ungehöriges Verhalten




Es gab eine Zeit, da hatten Personen des öffentlichen Lebens eine Vorbild-Funktion.

Jedenfalls wurde uns beigebracht, dass man diese Menschen respektieren und sich an Ihrem Verhalten ein Beispiel nehmen sollte.

Inzwischen kann man den Nachwuchs vor dem Benehmen mancher Persönlichkeit nur warnen.

Es fängt bei der zu lang gebundenen Krawatte an und hört bei miserablen Tischmanieren noch lange nicht auf.

Kürzlich fiel mir bei der Laudatio eines Jubilars eine junge Verbands-Präsidentin auf.            
Ihr Vorredner hatte dem Ehrengast gerade eine gravierte Vase mit ausgewählten Blumen überreicht und zu einer kleinen Ansprache angesetzt. In diesem Moment drängte sich die besagte Dame an ihm vorbei und fing sogleich an, ihre eigene Rede herunterzurattern. Dabei beschrieb sie in ausführlichster Weise, warum sie sich für einen Bildband als Präsent und nicht für Blumen oder andere “unnütze Staubfänger” entschieden hatte, die sie für völlig ungeeignet halte.


Früher wäre man übrigens nicht auf die Idee gekommen, eine solche Person als Dame zu bezeichnen!

Freitag, 7. April 2017

Die Sprache des Bestecks



Sprachkenntnisse können das Leben erleichtern.
Manchmal ist es auch von Vorteil, wenn man die Sprache des Bestecks beherrscht.

Immer wieder stelle ich fest, dass viele meiner amerikanischen Kunden diese europäischen Regeln nicht kennen.
Sie essen meist nicht alles auf; es bleibt fast immer ein Rest liegen.
Wenn noch dazu das Besteck irgendwie auf oder neben dem Teller liegt, erkennt das Servicepersonal nicht, dass abgeräumt werden soll. Dann kann ein 3-gängiges Menü schon mal mehrere Stunden dauern, weil die gesamte Tischgesellschaft auf den nächsten Gang warten muss. Der wird ja erst serviert, wenn alle soweit sind.
Wenn man die Regeln kennt, ist es dagegen ganz einfach.

                                                              Ich möchte noch weiteressen:                              

  (im Dreieck, Spitzen nach oben)  


ich bin satt:

 
(diagonal nebeneinander auf 10 vor 4)

noch Fragen?

Montag, 13. März 2017

Umgang mit der Serviette



Unsicherheiten bei der Handhabung der Serviette sind weit verbreitet.

Wo gehört sie hin?

Wann nimmt man sie vom Tisch?

Wie benutzt man sie?

Was macht man damit, wenn man während der Mahlzeit aufsteht?

Wo legt man sie nach dem Essen hin?

Bei einem Fest habe ich kürzlich beobachtet, dass der mit drei Tellern beladene Kellner die Vorspeise nicht servieren konnte, weil die kreativ gefalteten Servietten im Weg standen. Der arme Kerl stand hilflos hinter zwei Gästen, die ihn überhaupt nicht zur Kenntnis nahmen. Schließlich setzte er die Teller einfach auf die Servietten drauf!

Wahrscheinlich wussten die beiden Herren nicht, dass man die Serviette vom Tisch nimmt, sobald mit dem Servieren begonnen wird.

Vermutlich hatte ihnen auch niemand beigebracht, dass man sich die Serviette halb aufgefaltet quer auf den Schoß legt, und dass sie dort während der gesamten Mahlzeit liegen bleiben soll, 

auch wenn man sich zwischendurch mit einer Ecke den Mund abtupft.

Jemand sollte ihnen sagen, dass man sie lose zusammengefaltet links neben dem Teller ablegt, wenn man während des Essens aufsteht,

und dass man sie nach der Mahlzeit, ebenfalls lose gefaltet, auf den Tisch zurücklegt.

Samstag, 10. Dezember 2016

deutsches Frühstück




Werkags muss es schnell gehen, aber am Wochenende wird in deutschen Familien gemütlich gefrühstückt.

Im Idealfall holt der Papa frische Brötchen vom Bäcker. Ich kann mich an Zeiten erinnern, als es bei uns neben den Brötchen auch Schokoküsse (damals durfte man sie noch Mohrenköpfe nennen) und für jeden ein Rubbellos gab.

Auf dem Tisch steht schon alles bereit: Butter, Marmelade, Honig, Käse, Wurst, gekochte Eier, Obst und Fruchtsaft.

Die heißen Getränke werden erst im letzten Moment zubereitet. Meistens wird Kaffee getrunken, manchmal auch Tee. Für die Kinder gibt es warme Milch oder Kakao.

Die Tüte mit den knusprigen Brötchen wird in den bereitgestellten Korb ausgeschüttet, und dann kann es auch schon losgehen.

Hierzulande darf man das Frühstücksbrötchen ohne weiteres mit dem Messer quer aufschneiden und eine Hälfte nach der anderen wie eine Stulle bestreichen.

Beim Brötchen, das vor einer Hauptmahlzeit gereicht wird, ist das anders. Dieses liegt auf einem kleinen Teller links vom Gedeck. Man bricht davon mundgerechte Stückchen ab und bestreicht sie nach und nach mit Butter oder Aufstrich.

Kalorien hin oder her, „aushöhlen“ sollte man das Brötchen auf keinen Fall!