Samstag, 10. Dezember 2016

deutsches Frühstück




Werkags muss es schnell gehen, aber am Wochenende wird in deutschen Familien gemütlich gefrühstückt.

Im Idealfall holt der Papa frische Brötchen vom Bäcker. Ich kann mich an Zeiten erinnern, als es bei uns neben den Brötchen auch Schokoküsse (damals durfte man sie noch Mohrenköpfe nennen) und für jeden ein Rubbellos gab.

Auf dem Tisch steht schon alles bereit: Butter, Marmelade, Honig, Käse, Wurst, gekochte Eier, Obst und Fruchtsaft.

Die heißen Getränke werden erst im letzten Moment zubereitet. Meistens wird Kaffee getrunken, manchmal auch Tee. Für die Kinder gibt es warme Milch oder Kakao.

Die Tüte mit den knusprigen Brötchen wird in den bereitgestellten Korb ausgeschüttet, und dann kann es auch schon losgehen.

Hierzulande darf man das Frühstücksbrötchen ohne weiteres mit dem Messer quer aufschneiden und eine Hälfte nach der anderen wie eine Stulle bestreichen.

Beim Brötchen, das vor einer Hauptmahlzeit gereicht wird, ist das anders. Dieses liegt auf einem kleinen Teller links vom Gedeck. Man bricht davon mundgerechte Stückchen ab und bestreicht sie nach und nach mit Butter oder Aufstrich.

Kalorien hin oder her, aushöhlen darf man das Brötchen auf keinen Fall!



Donnerstag, 1. Dezember 2016

Komplimente machen will gelernt sein



Komplimente sind gut und tun gut; wer wollte das Gegenteil behaupten?

Natürlich schmeichelt es, wenn man für seine Leistung beglückwünscht wird, wenn die eigenen Fähigkeiten gewürdigt werden oder das eigene Aussehen gelobt wird. 

Das ist Balsam für die Seele.

Nicht jedem ist jedoch das Talent angeboren, nette Komplimente zu machen. Das kann man lernen oder bei anderen abschauen, und man sollte einige Regeln beherzigen.  

Zwar darf durchaus etwas übertrieben werden, aber ein Kompliment sollte einigermaßen glaubwürdig klingen. 

Eine 2-Zentner-Frau zu ihrer tollen Figur zu beglückwünschen, ist ziemlich plump – es sei denn, sie hat gerade 20 Kilo abgenommen! Eher sollte man vielleicht die schicke Frisur, das hübsche Kleid oder den geschmackvollen Schmuck kommentieren.

Häufig kommt es auch vor, dass Komplimente auf Kosten Dritter gemacht werden.

Gerade kürzlich  bei der Bambi-Verleihung war das wieder zu beobachten. Zunächst lobte der Preisträger die vielen schicken Damen im Publikum, aber im gleichen Atemzug lenkte er die Aufmerksamkeit auf seine Begleiterin und sagte, wie stolz es ihn mache, dass die Schönste und Eleganteste von allen an seiner Seite sei. 
Dass er damit alle anderen anwesenden Frauen herabsetzte, war ihm wohl nicht bewußt.