Montag, 30. November 2015

Hühner und Gänse





Nein, weder die Gänse, noch die Hühner lachen bei solchen Tischmanieren!

Neulich im Restaurant beobachtete ich einen Herrn am Nebentisch, der doch tatsächlich die Gänsekeule in die Hand nahm und genüsslich abknabberte. 

Natürlich erwartet niemand, dass man beim Richtfest das Hühnerbein mit Messer und Gabel zerteilt. Das wäre in der Tat total spießig.

Dagegen geht es gar nicht, im Restaurant die Geflügelkeule aus der Hand zu verspeisen.

Die Regel besagt: Geflügel, das größer ist als eine Wachtel, wird mit Messer und Gabel gegessen.


Ausnahmen sind rustikale Gelegenheiten wie Grillfeste im Freien, Jahrmärkte oder ähnliche Veranstaltungen. 

Ein klares Indiz dafür, dass man den Hähnchenschenkel in die Hand nehmen darf, sind die Papiermanschette oder das Wasserschälchen mit Zitrone. 


Freitag, 20. November 2015

Protokoll


Das Protokoll sei keine Hürde, sondern eine Hilfe, das hat Barbara Bush einmal gesagt.

Was für das politische und diplomatische Parkett gilt, ist grundsätzlich auch im Privaten gültig. Verhaltensregeln können unser Leben vereinfachen und den gesellschaftlichen Umgang erleichtern.

Wie viel wohler fühlt man sich, wenn man sich dem Anlass entsprechend richtig gekleidet fühlt. Wie viel lockerer kann man sich unterhalten, wenn man die Tabu-Themen des Smalltalks kennt und wie viel relaxter kann man das Essen genießen, wenn man weiß, welches Besteck für welche Speise gedacht ist.

Umgangsformen sollten aber nicht auf das Gesellschaftsleben beschränkt sein. Gutes Benehmen fängt zu Hause an. 

Auch in der eigenen Familie sollten die zwei RRs des guten Benehmens gelebt werden:

Respekt und Rücksichtnahme

Respekt vor den Leistungen, Gefühlen und Meinungen der Anderen

Rücksichtnahme auf Wünsche und Bedürfnisse der Anderen


Fangen wir damit doch gleich damit an! Wie wär’s, wenn wir am Wochenende mal am Tisch sitzen bleiben, bis alle in Ruhe fertig aufgegessen haben – ohne nervös mit dem Stuhl zu wackeln oder auf das Handy zu schielen?