Mittwoch, 7. Oktober 2015

etwas Handschriftliches ?



Heutzutage schreibt kaum mehr jemand einen Brief mit der Hand.

Alles wird per Email, sms, WhatsApp oder Facebook erledigt. Die Tastatur ist ohnehin immer in der Nähe.

Man hält sich auch nicht lange mit Schnörkeln auf, sondern kommt gleich zum Punkt.  Das geht schnell und ist sehr praktisch.

Außerdem weiß man, dass die Botschaft ankommt.  Andernfalls wird man ja postwendend informiert. Es kann höchstens passieren, dass eine Email im Spam-Ordner des Empfängers landet, aber das ist dann einfach Pech. 

Diese Art der Korrespondenz passt so richtig in unsere schnelllebige Zeit und zu den oberflächlicher gewordenen zwischenmenschlichen Beziehungen.

Es gibt aber einige Lebensbereiche, bei denen andere Regeln gelten.

Sehr private Briefe sollten auch heute noch von Hand geschrieben und mit der normalen  Post verschickt werden. 

Beileidsschreiben an Freunde oder gute Bekannte gehören zu dieser Kategorie, Genesungs- oder Glückwünsche an ältere Menschen  ebenfalls. Ich finde auch, dass ein Liebesbrief von Hand geschrieben werden sollte.

In diesem Fall sollte man sich die Mühe machen, seinen Füller rauszuholen und einige Zeilen handschriftlich zu Papier zu bringen.

Nicht jeder hat seine ordentliche Schreibschrift in das digitale Zeitalter retten können. Es fehlt  die Übung. 

Da könnte dann ein anderes modernes Phänomen zum Einsatz kommen:  Outsourcing!
Kürzlich las ich, dass es in Berlin den passenden Dienstleister gibt. In einem Schreibbüro kann man seine Liebesbriefe handschriftlich abschreiben lassen. Das Büro soll 80 vollamtliche Mitarbeiter beschäftigen.