Montag, 19. Januar 2015

der Apostroph



Der Apostroph wird in Deutschland immer beliebter. Man könnte fast schon von einem Hype sprechen. 


Das Zeichen wird gerne vor jedes Schluss-S gesetzt, beileibe nicht nur beim Genitiv, sondern sogar beim Plural.  

Das tut richtig weh!


Dabei ist die Rechtschreibregel doch ganz klar :


Im Deutschen ersetzt der Apostroph einen oder mehrere fehlende Buchstaben, wie zum Beispiel bei gibt’s  (für gibt es). Hier ersetzt der Apostroph das fehlende –e.


Man findet den Apostroph auch in Gedichten und Liedern, wie bei weil’s (weil das) Kindchen schlafen will. In diesem Fall werden gleich 2 Buchstaben durch den Apostroph ersetzt. 


Außerdem findet man den Apostroph in mundartlichen Texten, wie in gehen’s nauf, dann können’s wieder nunter kommen.


Ansonsten verwendet man im Deutschen keinen Apostroph, weder bei Muttis Liebling, noch bei Alexandras Bruder, nicht mal bei ihren Babys und schon gar nicht bei Helmuths Schnapsladen.  


So verhält es sich auch bei den gängigen Präpositionen. Man geht in der Regel ohne Apostroph ins Bett, ans Fenster, aufs Töpfchen oder durchs Gebirge und gewöhnlich findet sich weder vorm Tor noch hinterm Haus ein Apostroph.


Man sollte sich nicht davon beeinflussen lassen, dass es im Englischen anders ist. Wir reden hier von der deutschen Rechtschreibung.

Das sollt‘ man nicht durcheinander bringen. 
Am besten schaun’s halt mal ins Wörterbuch oder in eine der Rechtschreib-CDs! 

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