Freitag, 15. August 2014

Wie sieht eine gute Powerpoint-Präsentation aus?


Ab September fängt die Konferenz-Saison an. Dann flattern hier wieder Präsentationen und Manuskripte der unterschiedlichsten Art herein.

Wie immer, wird es eine Herausforderung werden und ich weiß jetzt schon, dass ich mir gelegentlich die Haare raufen werde.

Zwar werden allenthalben Rhetorik-Seminare angeboten, aber richtig gut durchdachte und vernünftig erarbeitete Präsentationen sind nach wie vor die Ausnahmen.

Zunächst muss man sich den Unterschied zwischen einer Folien-Präsentation, einem Manuskript und einer Tischvorlage vor Augen führen.

Eine Powerpoint-Präsentation ist der Hintergrund für ein Referat. Sie kann Slogans, wichtige Stichwörter, Zahlen und erklärende Bilder oder Diagramme enthalten. Eigentlich ist sie eine Weiterentwicklung des Flipcharts.

Viele Redner überfrachten die einzelnen Folien. Da findet man ganze Aufsätze oder auch extrem verkleinerte Tabellen, die kein Mensch in angemessener Zeit lesen kann. Bei simultan gedolmetschten Präsentationen müssen die ausländischen Teilnehmer dann den Eindruck gewinnen, dass ihnen Informationen entgehen, weil der Dolmetscher ja nicht gleichzeitig die Aussagen des Referenten und die Texte auf den Folien übersetzen kann.

Grundsätzlich sollte dem Redner zugehört werden. Die Infomationen auf den Folien dienen dazu, seine Worte zu begleiten und zu unterstreichen oder zusätzlich zu erklären. Die Zuhörer sollten nicht durch das Entziffern von Zahlenreihen und komplizierten Abhandlungen abgelenkt werden.

Bei Präsentationen mit viel fachlicher Information sollte darauf geachtet werden, dass die Aufmerksamkeit der Zuhörer nicht abschweift. Das kann besonders nach der Mittagspause passieren, wenn die gesättigten Konferenz-Teilnehmer müde werden.

Es empfiehlt sich die Einteilung der Präsentation in einzelne Abschnitte.


Ein guter Referent holt sich sein Auditorium mit einer intelligenten Anekdote, einem überraschenden Bild oder einer witzigen Anspielung zurück. Weniger begnadete Redner stellen Zwischenfragen, die möglicherweise sogar etwas vom Thema abweichen.

Freitag, 8. August 2014

lauwarmer Gemüsesalat



Bei diesen sommerlichen Temperaturen spielt sich unser Leben vorwiegend im Freien ab.
Keiner hat Lust, sich länger als nötig in der Küche aufzuhalten. 

Als Beilagen zu Gegrilltem bringt man knuspriges Brot und Salate auf den Gartentisch, gemischten Blattsalat, Tomatensalat, Gurkensalat.

Diese Klassiker schmecken gut, aber mit der Zeit wird das ein bisschen langweilig. Auch Griechischer Hirtensalat und Salade Niçoise gehören inzwischen zum Standard.

Mir persönlich schmecken die lauwarmen Gemüsesalate, die ich von zuhause kenne. Dazu gehören die Varianten aus gekochten Karotten mit Knoblauch in Olivenöl oder die zarten grünen Böhnchen in aromatischer Vinaigrette-Sauce.

In Sizilien habe ich einen besonders leckeren Broccoli-Salat kennengelernt. Der besteht aus

Broccoliröschen, al dente gekocht
ungeschwefelten Rosinen, kurz in hellem Balsamico-Essig mariniert
klein gehackten roten Zwiebeln
Pinienkernen
fein gewiegten Kräutern, Salz, Pfeffer und leichtem Olivenöl


Wie in vielen sizilianischen Speisen merkt man auch hier den arabischen Einfluss. Ich mag diese Kombination von gekochtem Gemüse in gut gewürzter Marinade mit der süßlichen und der nussigen Einlage. 


Wenn ich keine Pinienkerne zur Hand habe, nehme ich auch mal grob gehackte Macadamianüsse und ersetze die Rosinen durch Cranberries.