Dienstag, 22. April 2014

Trinkgeld


(es darf auch mal etwas mehr sein)

Nicht nur die Zahnbürste muss eingepackt werden.
Bei Antritt einer Reise sollten auch die notwendigen Münzen und Scheine für das Trinkgeld griffbereit sein. 

Es gibt eine ganze Menge dienstbarer Geister, die dankbar sind für einen kleinen Obulus. 

Schon auf der Fahrt zum Flughafen fängt es an. Der Taxifahrer erwartet einen Tipp. Bei der Ankunft gibt es den Gepäckträger, das nächste Taxi oder den Shuttleservice-Fahrer, eventuell den Angestellten, der den Mietwagen vorfährt. Im Hotel haben wir den Portier und den Pagen.

Ehe man richtig angekommen ist, sind schon die ersten Trinkgelder verteilt. 

Wie peinlich ist es, wenn man mühsam in den Taschen rumsuchen oder womöglich erst große Scheine wechseln muss.

Zu kleinlich sollte man beim Trinkgeld nicht sein. Als allgemeine Regel hat es sich bewährt, für den Taxifahrer und den Kellner ungefähr 10% einzukalkulieren. 

Bei derToilettenfrau reichen je nach Niveau der Örtlichkeit auch mal 20 Cents. Beim Zimmermädchen und beim Reiseführer sollte das Trinkgeld aber etwas großzüger ausfallen. Da sollte man nicht mit kleinen Münzen hantieren. 

Eine gewisse Großzügigkeit zahlt sich aus, ..... wie immer im Leben!

Montag, 7. April 2014

Die Schlacht am Buffet



Leute zu beobachten, gehört für mich zu den spannendsten Beschäftigungen.

Besonders interessant finde ich es am Selbstbedienungs-Buffet. Es spielt keine Rolle, ob es kostenlos ist, im Zimmerpreis inbegriffen oder ob eine Pauschale dafür bezahlt wurde.  


Meistens gibt es einen richtigen Run auf das Buffet, kaum dass es eröffnet ist. Da wird gedrängelt, geschoben und geschupst. Jeder möchte der Erste sein. 


Dabei stellt man kaum einen Unterschied fest zwischen Jung und Alt, Arm und Reich. Der Kampf um das Futter gehört wohl zu den menschlichen Urinstinkten.


Bei meinen Verhaltensstudien entdecke ich immer wieder die gleichen Charaktere. 


Da gibt es die Gierigen. Sie laden sich den Teller so voll wie nur irgend möglich und schaffen es kaum, ihn unversehrt bis zum Tisch zu transportieren.


Eine Abart dieser Spezies sind diejenigen, deren Augen größer sind als ihr Magen. Sie bedienen sich äußerst großzügig, lassen dann aber die Hälfte stehen. 


Kürzlich habe ich tatsächlich gesehen, wie sich jemand ein riesiges Stück Appenzeller Käse auf den Teller lud, zweimal hineinbiß und den unappetitlichen Rest dann achtlos liegen ließ. 


Die Ordentlichen – ich muss zugeben, das sind vor allem Frauen -  entledigen sich gleich aller Abfälle vor Ort. Sie trennen die  Wurstpelle schon am Buffet ab, schneiden die Rinde vom Käse und legen diese auf die Käseplatte zurück.


Die Unentschlossenen pflanzen sich raumgreifend vor dem Buffet auf und blockieren jeden Blick darauf. Sie begutachten alles und entscheiden sich erst, wenn sie die Auswahl genauestens analysiert haben. 


Die besonders Eiligen dagegen schneiden sich ihr Brötchen schon am Buffet auf und schmieren sich gleich vor Ort die Butter drauf. 


Nervig sind auch die Grüppchen, die sich vor dem Buffet zum Gesprächskreis aufstellen und alle anderen daran hindern, sich dort zu bedienen.


Ich bin immer wieder erschüttert zu sehen, wie bei solchen Gelegenheiten alles auf der Strecke bleibt, was man in der Kinderstube gelernt hat – oder gelernt haben sollte.