Samstag, 8. März 2014

soziale Netzwerke



Was hat man früher nur gemacht, als es noch keine sozialen Netzwerke wie Facebook gab? 
Zyniker sagen, damals hätte man noch mit seinen Mitmenschen geredet und sich dabei angeschaut.

Ich bin beileibe kein Gegner moderner Kommunikationsmittel, bin selbst bei verschiedenen Netzwerken registriert, sowohl beruflich als auch privat.

Dank Facebook bin ich mit einigen alten Freunden aus Jugendtagen wieder in Kontakt gekommen. Ich weiss jetzt, was meine Cousinen in Italien und Spanien so machen. Ich kann sehen, welche Kolleginnen in Südamerika geheiratet haben oder Mütter geworden sind. Da kommt keine Weihnachtskarte mit.

Natürlich muss man aufpassen, was man von sich preisgibt. Ich halte nichts davon, mein Innerstes nach Außen zu kehren und habe auch kein Interesse daran, intime Details von anderen zu erfahren. Andererseits macht es natürlich keinen Sinn, sich bei Facebook zu registrieren, wenn man nicht bereit ist, wenigstens ein Minimum an Informationen zu veröffentlichen. Dann sollte man es gleich ganz lassen.

Bei meinen privaten Kontakten bin ich ziemlich selektiv und habe nicht den Ehrgeiz, hunderte von „Freunden“ zu gewinnen, was wiederum zu peinlichen Situationen führen kann.

Manche Freundschaftsanfrage kann einen vor eine schwierige Entscheidung stellen.

Man stelle sich vor, der eigene Vorgesetzte wollte sich mit einem vernetzen. Wie reagiert man da?

Bisher habe ich es immer so gehalten, dass ich gewisse Freundschaftsanfragen ignoriert habe. Das könnte man als Arroganz auslegen. Aber dieses Risiko gehe ich ein. Ich erzähle meiner Bankberaterin ja auch nicht, was sich so alles in meinen zwischenmenschlichen Beziehungen abspielt.


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