Donnerstag, 13. Februar 2014

übertrieben gute Manieren


Man kann es auch übertreiben.

Kürzlich habe ich bei einem Frühstück beobachtet, wie sich ein Herr ganz besonders um gute Manieren bemühte und dabei den Bogen etwas überspannte.

Eine Hochzeitsgesellschaft saß am Morgen nach dem Fest  bei einem amerikanischen Brunch zusammen. Das Selbstbedienungs-Buffet bot eine große Auswahl an kalten und warmen Speisen und eine Vielfalt an Getränken.

Unser Bekannter Tom saß mit 6 Damen und weiteren 3 Herren an einem der runden 10-er Tische. Wann immer eine der Damen sich nun erhob, um Nachschub vom Buffet zu holen, stand der gute Tom auf, und er stand wieder auf und rückte ihr den Stuhl zurecht, wenn sie mit dem gefüllten Teller an ihren Platz zurückkehrte. Das praktizierte er nicht nur bei seinen beiden Tischnachbarinnen, sondern auch bei allen anderen weiblichen Gästen an seinem Tisch. Er selbst kam dabei kaum zum Essen, und es war ein ewiges Auf und Ab!

Hier hatte jemand die gesellschaftlichen Regeln ein bisschen zu eng ausgelegt. Was bei einem gesetzten Essen durchaus für gute Manieren spricht, ist im Falle eines Selbstbedienungs-Buftets völlig fehl am Platze.


Für ihn selbst gab es sicher auch eine positive Seite; zumindest kam die Tischgymnastik seiner Figur und seiner Fitness zugute!

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