Mittwoch, 22. Januar 2014

eine gepflegte Tasse Tee


I never say no to a cup of coffee!“, sagt meine amerikanische Nachbarin.

„There is nothing like a nice cup of tea“,  hält meine Freundin aus Birmingham dagegen.

So unterschiedlich sind die Geschmäcker.

Ich selbst schätze einen leckeren Cappuccino ebenso wie eine gute Tasse Tee, wobei es mir bei beiden auf die Qualität ankommt.

Der Tee muss aus losen Blättern frisch aufgebrüht sein. Dabei bevorzuge ich je nach Tageszeit Assam oder Darjeeling oder auch mal eine gute Ostfriesenmischung. Mit den aromatisierten Sorten habe ich meine Probleme. Da mache ich höchstens bei Earl Grey eine Ausnahme, aber nur wenn er nicht allzu Bergamotte-lastig ist.

Bei der Zubereitung halte ich mich strikt an die englische Tradition:



Zunächst wird die Kanne mit kochendem Wasser vorgewärmt.

Als Faustregel nehme ich einen Teelöffel Teeblätter pro Tasse und einen zusätzlichen Löffel pro Kanne (one spoon per cup plus one for the pot).

Wenn das Wasser zum zweiten Mal kocht, schütte ich das Aufwärmwasser aus der Kanne, hänge das Sieb mit dem Tee hinein und gieße das kochende Wasser darüber.

Normalerweise reichen 2-3 Minuten. Wenn der Tee stärker sein soll, kann man ihn bis 5 Minuten ziehen lassen.

Es heißt, dass er anregender ist, wenn man ihn höchstens 3 Minuten ziehen lässt. Lässt man ihn länger ziehen, wirkt er beruhigender.

Fritz schüttet ordentlich Kandiszucker in seine Tasse und möglichst noch einen Schuss Rum, nach dem Motto seines Vaters : "Rum muss, Zucker kann, Wasser braucht nicht". 

Ich trinke ihn am liebsten ohne Zucker und anderen Schnickschnack, nur mit normaler kalter Milch, und ich gieße nach englischer Art zuerst die Milch in die Tasse, erst dann den Tee.

Aber einen knusprigen Keks nehme ich gerne dazu, im Idealfall ein leckeres Stückchen Shortbread !

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