Mittwoch, 31. Dezember 2014

Alles Gute zum Jahreswechsel


Gutes Neues Jahr !

Das wünscht man sich zurzeit überall. In manchen Fällen sind die Wünsche ernst gemeint; häufig ist es einfach eine Floskel, die man so dahinsagt.

Ähnlich verhält es sich mit Weihnachten. Es gehört zur Adventszeit, zu Heiligabend und zu Weihnachten, dass man allen, die einem in diesen Tagen begegnen,  ein frohes Fest wünscht.

Bei den schriftlichen Wünschen wird Weihnachten und Neujahr meistens kombiniert. Man wünscht Freunden, Bekannten und Geschäftsfreunden ein frohes Weihnachtsfest und ein gutes Neues Jahr. 

In manchen Gegenden verschickt man nur Neujahrskarten, ohne Weihnachtswünsche. Das bietet sich vor allem dort an, wo aus religiösen Gründen kein Weihnachtsfest gefeiert wird. Die schriftlichen Wünsche zum Jahreswechsel sollten auf jeden Fall vor Silvester beim Empfänger ankommen. Mündlich kann man sich alles Gute zum Neuen Jahr wünschen, auch wenn das Jahr schon ein paar Tage alt ist. Nach Mitte Januar passt das dann allerdings nicht mehr. 
  
In diesem Sinne wünsche ich allen einen fröhlichen Rutsch in ein
erfolgreiches, gesundes und glückliches Neues Jahr

Montag, 22. Dezember 2014

Tischgespräche

    (Tischgesellschaft, MMK Frankfurt)

Ganz so emotionslos braucht es nicht zu sein. Jedoch ist nicht jedes Thema für ein Gespräch in harmonischer Runde geeignet.

Kontroverses Debattieren macht Spaß und regt den Geist an, passt aber nicht zu einem gemütlichen Beisammensein. Wenn sich die einzelnen Personen nicht sonderlich gut kennen, können gewisse Themen die Harmonie sogar ganz empfindlich stören. 


Bei unseren Großeltern waren Religion und Politik tabu. Heute kann man schon unangenehm auffallen, wenn man sich allzu schwärmerisch über eine bestimmte Fußballmannschaft auslässt. Auch bei Krankheiten und bei gesellschaftlichen Themen sollte man aufpassen.


Kürzlich habe ich erlebt, wie eine einzelne Dame eine ganze Kaffeegesellschaft zu peinlichem Schweigen brachte, indem sie sich negativ über gewisse Lebensgemeinschaften ausließ. Sie wusste offensichtlich nicht, dass die Tochter der Gastgeberin seit Jahren in einer lesbischen Beziehung lebt. 


Auch Kritik an bestimmten Berufsgruppen oder missionarische Verfechtung alternativer Lebensweisen kann Anwesende brüskieren. Wenn man die Anderen nicht wirklich gut kennt, ist Vorsicht geboten.


Es gibt eine Menge anderer Gesprächsthemen, nicht nur das Wetter oder die nahenden Feiertage.


So lasst uns denn fröhlich feiern und ein harmonisches Weihnachtsfest mit der Familie genießen. Das ungerechte Testament von Tante Mathilde und Franks abgebrochene Lehre können wir ein andermal zur Sprache bringen.


Donnerstag, 27. November 2014

Was zieht man bloß zum Weihnachtsessen an?




Gerade kam die Frage wieder auf :

Was zieht man an zum weihnachtlichen Essen im Restaurant?

Die Saison der Weihnachtsessen ist in vollem Gange, und bei uns wird  kein Truthahn begnadigt und auch keine Gans.  Bei den vielen Gänsekeulen, die hierzulande verspeist werden, frage ich mich allerdings, ob es etwa spezielle Züchtungen mit zusätzlichen Beinen gibt!



Es gibt kaum ein Restaurant, das im Moment kein Gänsemenü anbietet.  Reichhaltig garnierte Gänsekeulen mit Klößen und Rotkohl gibt es derzeit in fast jeder Gaststätte, im Möbelhaus und seit neuestem sogar im Freien am Mainufer. Dafür braucht man sich nicht sonderlich aufzustylen. Wichtig ist bei diesen Temperaturen nur, dass man schön warm eingepackt ist.

Anders ist es beim festlichen Essen in einem Restaurant der gehobenen Klasse. Da sollte man sich ein bisschen eleganter anziehen, schon aus Rücksicht auf die anderen Gäste. 

Der Herr trägt zu diesem Anlass einen Anzug in gedeckter Farbe, alternativ einen dunklen Blazer, aber auf jeden Fall bindet er eine Krawatte um (bei Individualisten darf es auch eine farbige Fliege sein). 
Bei der Dame kann es ein eleganteres Kleid, ein Kostüm oder ein Hosenanzug sein. Passend ist auch die Kombination von Kleid, Rock oder Hose mit einer schicken Jacke.

Übertrieben hingegen ist in diesem Fall die Abendgarderobe aus durchsichtigem Stoff, mit großem Dekolleté oder mit viel Glitter. Dieses Outfit kann man sich für Silvester aufheben.




Mittwoch, 12. November 2014

Hochsaison für Kürbis


                                      Ende Oktober fängt die Kürbissaison an.                                     

Man sieht sie im Moment in jedem Supermarkt, auf den Wochenmärkten und vor den Haustüren - als herbstliche Dekoration oder als geschnitzte, angsterregende Fratzen.
In der Schweiz tragen sie die Kinder als "Räbeliechtli" durch die anbrechende Dunkelheit.

Ich mag sie am liebsten in der Küche



Bevor die Martinsgans in den Ofen kommt, gibt es bei mir Kürbis satt: 

Kürbiskuchen, Kürbisgemüse, Kürbis-Kartoffel-Stampf und natürlich Kürbissuppe!
Je nach Stimmung  mache ich sie schärfer oder milder, mal mit Zimt und einem frischen Rosmarinzweig, mal mit einem Stück Ingwer und etwas Chili. Meistens füge ich eine Kartoffel bei oder eine Mischung aus Karotten, Sellerie und Lauch. 

Das ist derzeit mein Favorit :
1 EL Butterschmalz
2 Schalotten oder kleine milde Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
500 g Kürbisfleisch (Hokkaido), in Würfel geschnitten
1 große mehlige Kartoffel, gewürfelt
½ Tasse klein geschnittenes Suppengemüse (Karotte,Sellerieknolle,Lauch,Petersilie)
500 ml Wasser
1 knapper EL Salz
1 gute Prise gemahlener Pfeffer
1 Prise Cayenne-Pfeffer
klein geschnittene Chilischote oder Chiliflocken
1 kleine Prise Muskatnuss
2 cm frischer Ingwer, klein geschnitten
200 ml flüssige Sahne
500 ml Gemüsebrühe
1 Handvoll Kürbiskerne
ca 1 dl locker aufgeschlagene Sahne oder Crème fraîche, etwas Kürbiskernöl

Zwiebeln und Knoblauch in der Butter anschwitzen,
gewürfeltes Gemüse hinzufügen und leicht andünsten,
Kürbis- und Kartoffelwürfel und Ingwer dazugeben, mitdünsten,
Wasser und Gewürze dazugeben.
Die Suppe ca. 20 Minuten köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist,
anschließend pürieren,
mit Brühe und Sahne aufgießen, unter Rühren aufwärmen (nicht mehr kochen), abschmecken.
Kürbiskerne leicht knusprig anbraten.
Suppe in die Teller füllen, mit  Sahne, Kürbiskernen und etwas Kürbiskernöl dekorieren 


Dienstag, 4. November 2014

Pflichten des Hausgastes



Dass man das Bett abzieht, wenn man bei Freunden übernachtet hat, war für mich schon immer selbstverständlich.

Man zieht die Laken und Bezüge ab und legt alles locker gefaltet auf einen Stuhl oder auf das Bettende.  Auch die benutzten Badetücher faltet man einmal zusammen und legt sie oben auf die  Bettwäsche. Nur wenn sie noch feucht sind, lässt man sie besser im Badezimmer. Dann hängt man sie ordentlich über den Badewannenrand.

Ausgenommen von dieser Regel sind Gastgeber mit Hauspersonal. Da lässt man stattdessen ein angemessenes Trinkgeld auf dem Nachttisch liegen.

Eine andere Ausnahme war meine kürzlich verstorbene Freundin Gesa. Sie  war ein besonderer Mensch mit einem großen Herzen, war unkompliziert und ließ schon mal Fünfe grade sein.
Für profane Dinge wie Bügeln hatte sie keine Zeit und zum Sortieren der Wäsche auch nicht. T-Shirts, Handtücher und Bettlaken hatten bei ihr die gleiche grau-braun-blaue Farbe und einen einheitlichen Knitterlook.

Dafür hatte sie immer Zeit für ihre Freunde und ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte ihrer Mitmenschen, und sie war überaus gastfreundlich. Bei ihr fühlte man sich stets willkommen. Man kriegte immer eine selbstgekochte Mahlzeit und konnte jederzeit in ihrem Gästezimmer übernachten.

Allerdings durfte man bei ihr nach der Übernachtung die Bettwäsche nicht abziehen. Nach nur einer Nacht konnte da ja noch ein anderer Gast drin schlafen. Sie war überzeugt, dass alle ihre Gäste auf körperliche Hygiene achteten. Warum also Wasser, Strom und Zeit verschwenden!

Ich bin ein bisschen pingeliger und hatte zur Sicherheit immer einen Schlafsack im Gepäck, wenn ich in ihre Richtung fuhr.

Montag, 6. Oktober 2014

beste Grüße


In letzter Zeit fällt mir auf, dass unter Emails, auch bei privaten Nachrichten, häufiger die Grußformel  „beste Grüße“ oder „beste Wünsche“ erscheint.

Das klingt sehr formell. Es ist nüchtern und für eine persönliche Nachricht viel zu steif.

Mit einem Minimum an Fantasie kann man wesentlich nettere Ausdrucksweisen finden. Man braucht dabei nicht gleich liebe Grüße oder gar Küsse zu versenden.

Wie wäre es mit herzlichen Grüßen oder vielen guten Wünschen

Mit einem kleinen Zusatz in der Art  "viele Grüße vom sonnigen Lahntal“  oder " herzliche Grüße aus dem verschneiten Spessart“  klingt die ganze Email gleich netter. 

Noch freundlicher ist es, wenn man dem Empfänger zum Beispiel  "eine gute Arbeitswoche" oder freitags "ein erholsames Wochenende" wünscht. 

Es gehört gar nicht so viel dazu, sich bei seinen Mitmenschen beliebt zu machen.




Montag, 22. September 2014

Welche Emails sollte man beantworten?



Kürzlich habe ich wieder ein Angebot als Email-Anhang verschickt. Es ging um eine umfangreiche Übersetzung. Ich hatte einen halben Tag an der Kalkulation gesessen, um den gewünschten detaillierten Kostenvoranschlag zu erstellen. Seitdem habe ich von der Firma nichts mehr gehört; es kam noch nicht einmal eine Empfangsbestätigung.

Sowas kommt leider immer häufiger vor. Das ist unschön und gehört sich nicht.

Natürlich kann man nicht jede Email beantworten. Man wird ja förmlich zugemüllt mit Werbung, Rundschreiben, Newsletters, Weiterleitung von witzigen Texten, Comics und vielem mehr.


Wenn man aber eine Nachricht spezifischen Inhalts erhält, sollte man zumindest den Empfang bestätigen. Ein Zweizeiler genügt, und das dauert keine Minute.

Das gilt auch im Privaten.

Es ist einfach schlechter Stil, eine persönliche Anfrage oder Nachricht von einer bekannten Person zu ignorieren.

Auf Nachrichten privaten Inhalts sollte man immer reagieren, etwa auf private Einladungen, Glückwünsche, Beileidsbekundungen, auch auf die Mitteilung von Adressänderungen oder Familiennachrichten.

Es kostet wirklich nicht viel Zeit, sich per Mail zu bedanken oder kurz zu bestätigen,dass man die Information erhalten hat.

Das freut den Absender und erhält die Freundschaft.

Ein bisschen mehr Stil in unserer schnelllebigen Zeit könnte nicht schaden!

Mittwoch, 17. September 2014

Die Macht des Lächelns






Endlich scheint wieder die Sonne, und es ist spätsommerlich warm. Da haben alle bessere Laune. 

In der letzten Woche, bei nasskaltem Wetter, habe ich nur missmutige Mienen gesehen. Die Leute wirkten frustriert und reagierten aggressiv auf die kleinste Unwägbarkeit. 

Will man von der negativen Stimmung nicht angesteckt werden, hilft nur eines : LÄCHELN

Es ist erstaunlich, welche positiven Reaktionen zurückkommen, wenn man seinen Mitmenschen in die Augen schaut und dabei lächelt. 

Einem offenen Lächeln kann kaum einer widerstehen.

Ausprobieren!

Freitag, 15. August 2014

Wie sieht eine gute Powerpoint-Präsentation aus?


Ab September fängt die Konferenz-Saison an. Dann flattern hier wieder Präsentationen und Manuskripte der unterschiedlichsten Art herein.

Wie immer, wird es eine Herausforderung werden und ich weiß jetzt schon, dass ich mir gelegentlich die Haare raufen werde.

Zwar werden allenthalben Rhetorik-Seminare angeboten, aber richtig gut durchdachte und vernünftig erarbeitete Präsentationen sind nach wie vor die Ausnahmen.

Zunächst muss man sich den Unterschied zwischen einer Folien-Präsentation, einem Manuskript und einer Tischvorlage vor Augen führen.

Eine Powerpoint-Präsentation ist der Hintergrund für ein Referat. Sie kann Slogans, wichtige Stichwörter, Zahlen und erklärende Bilder oder Diagramme enthalten. Eigentlich ist sie eine Weiterentwicklung des Flipcharts.

Viele Redner überfrachten die einzelnen Folien. Da findet man ganze Aufsätze oder auch extrem verkleinerte Tabellen, die kein Mensch in angemessener Zeit lesen kann. Bei simultan gedolmetschten Präsentationen müssen die ausländischen Teilnehmer dann den Eindruck gewinnen, dass ihnen Informationen entgehen, weil der Dolmetscher ja nicht gleichzeitig die Aussagen des Referenten und die Texte auf den Folien übersetzen kann.

Grundsätzlich sollte dem Redner zugehört werden. Die Infomationen auf den Folien dienen dazu, seine Worte zu begleiten und zu unterstreichen oder zusätzlich zu erklären. Die Zuhörer sollten nicht durch das Entziffern von Zahlenreihen und komplizierten Abhandlungen abgelenkt werden.

Bei Präsentationen mit viel fachlicher Information sollte darauf geachtet werden, dass die Aufmerksamkeit der Zuhörer nicht abschweift. Das kann besonders nach der Mittagspause passieren, wenn die gesättigten Konferenz-Teilnehmer müde werden.

Es empfiehlt sich die Einteilung der Präsentation in einzelne Abschnitte.


Ein guter Referent holt sich sein Auditorium mit einer intelligenten Anekdote, einem überraschenden Bild oder einer witzigen Anspielung zurück. Weniger begnadete Redner stellen Zwischenfragen, die möglicherweise sogar etwas vom Thema abweichen.

Freitag, 8. August 2014

lauwarmer Gemüsesalat



Bei diesen sommerlichen Temperaturen spielt sich unser Leben vorwiegend im Freien ab.
Keiner hat Lust, sich länger als nötig in der Küche aufzuhalten. 

Als Beilagen zu Gegrilltem bringt man knuspriges Brot und Salate auf den Gartentisch, gemischten Blattsalat, Tomatensalat, Gurkensalat.

Diese Klassiker schmecken gut, aber mit der Zeit wird das ein bisschen langweilig. Auch Griechischer Hirtensalat und Salade Niçoise gehören inzwischen zum Standard.

Mir persönlich schmecken die lauwarmen Gemüsesalate, die ich von zuhause kenne. Dazu gehören die Varianten aus gekochten Karotten mit Knoblauch in Olivenöl oder die zarten grünen Böhnchen in aromatischer Vinaigrette-Sauce.

In Sizilien habe ich einen besonders leckeren Broccoli-Salat kennengelernt. Der besteht aus

Broccoliröschen, al dente gekocht
ungeschwefelten Rosinen, kurz in hellem Balsamico-Essig mariniert
klein gehackten roten Zwiebeln
Pinienkernen
fein gewiegten Kräutern, Salz, Pfeffer und leichtem Olivenöl


Wie in vielen sizilianischen Speisen merkt man auch hier den arabischen Einfluss. Ich mag diese Kombination von gekochtem Gemüse in gut gewürzter Marinade mit der süßlichen und der nussigen Einlage. 


Wenn ich keine Pinienkerne zur Hand habe, nehme ich auch mal grob gehackte Macadamianüsse und ersetze die Rosinen durch Cranberries.



Dienstag, 29. Juli 2014

denken ist wie googeln, nur krasser



„Denken ist wie googeln, nur krasser “

Diesen Spruch habe ich neulich von einem Teenager gehört.

Ich finde, er passt hervorragend zur heutigen Zeit.

Googeln mittels Smartphone ist offensichtlich zur gebräuchlichsten Informationsquelle geworden. Da muss man das eigene Gehirn überhaupt nicht mehr anstrengen. 

Natürlich gab es auch früher Alternativen zum Selberdenken, aber es kostete etwas mehr Einsatz. Immerhin musste man das Alphabet kennen, den richtigen Brockhaus-Band aus dem Regal nehmen und dann mühsam nach dem Begriff blättern.

Ich spreche von den lange vergangenen Zeiten, als es auch noch üblich war, einfache Additionen im Kopf zu rechnen. Dafür gibt es jetzt die super praktische Rechner-App auf dem Handy, immer griffbereit und easy zu bedienen.

Wenn einem etwas partout nicht einfallen will, ist das äußerst frustrierend. Es kann sehr anstrengend sein, sich voll auf eine Sache zu konzentrieren und in den Tiefen des eigenen Hirns zu wühlen. 

Aber was für eine Befriedigung, wenn man nach intensivem Nachdenken selbst auf die richtige Lösung gekommen ist!


Dienstag, 22. Juli 2014

du stinkst !


Vor kurzem fragte mich meine Freundin Vera um Rat. Sie haben in ihrem Vorstandssekretariat eine neue Kollegin, die unangenehm riecht.

Das stört zwar alle, aber niemand traut sich etwas zu sagen.

Man kann überall auf Leute treffen, die ein gestörtes Verhältnis zu Wasser und Seife haben. Gerade bei den momentanen Temperaturen steigen einem häufiger strenge Ausdünstungen in die Nase.

Wie verhält man sich also am besten in so einem Fall?

Ich erinnere mich an eine hilfreiche englische TV-Werbung für einen Deostick. Da flüsterte eine junge Dame einer anderen ganz diskret „B.O.“ (= Body Odour) ins Ohr, und die Sache war geklärt. Den zarten Hinweis würde heute niemand verstehen. Die Werbung gibt es schon lange nicht mehr.

Vermutlich bringt es auch nichts, der Kollegin ein hübsch verpacktes Stück Seife auf den Arbeitsplatz zu legen. Damit verwirrt man sie wahrscheinlich nur und kriegt höchstens zu hören, dass sie doch nicht Geburtstag hat.

Also muss man das Thema direkt ansprechen. Natürlich sollte man das nicht in aller Öffentlichkeit tun, sondern unter 4 Augen. Man kann es freundlich sagen, aber man sollte nicht um den heißen Brei herumreden. 

Wie bei anderen heiklen Themen ist es auch hier besser, nicht anzuklagen, sondern von sich selbst auszugehen, im Sinne von "Es stört mich, dass du müffelst ......" oder  "Ich habe ein Problem mit dem Schweißgeruch ......"

Ansonsten muss man damit leben. Eine andere Alternative gibt es nicht!

Sonntag, 13. Juli 2014

Messerbänkchen



Man sieht sie heute nur noch ganz selten, dabei sind sie doch so praktisch : die guten alten Messerbänkchen.

Natürlich kann man Messer und Gabel auch rechts und links an den Teller lehnen. 





Was aber, wenn der Teller abgeräumt aber kein frisches Besteck gedeckt wird ?

Wenn es keinen  Platzteller gibt, muss man das benutzte Besteck zwangsläufig auf den Tisch legen und in Kauf nehmen, dass die Tischdecke schmutzig wird.



Da sind Messerbänkchen eine ideale Alternative.

Es gibt sie in in unterschiedlichen Formen und Mustern, in Silber oder auch passend zum Service in Porzellan, Keramik oder Steingut. 

Zwar gibt es sie auch heute noch vereinzelt zu kaufen, aber man muss suchen.
Wohl dem, dem die Oma welche vererbt hat!




Donnerstag, 3. Juli 2014

O Herr, er will mich fressen !


Manchmal fällt es wirklich schwer, seine eigene Mimik im Griff zu behalten. 
Das dringende Bedürfnis zu gähnen, wenn es gerade überhaupt nicht passt, das hat jeder schon einmal erlebt.   
Auch die Ansteckungsgefahr, die damit einhergeht, ist hinlänglich bekannt.


Gähnen wird nicht nur mit Müdigkeit, sondern auch mit Langeweile gleichgesetzt. Also versucht man mit allen Mitteln und durch Aktivierung aller verfügbaren Gesichtsmuskeln, den Drang zu unterdrücken. Die Grimassen, die dabei entstehen, sind aber oft noch schlimmer als ein diskretes Gähnen hinter vorgehaltener Hand. 


Absolut zu vermeiden sind begleitende Geräusche. Das ist sehr störend und sollte unter allen Umständen unterbleiben.

Freitag, 20. Juni 2014

Ärger mit den Mitmenschen



Das kennt jeder. Man ärgert sich maßlos über jemanden und würde am liebsten gleich um sich schlagen.

Gelegentliche Unstimmigkeiten gibt es in allen zwischenmenschlichen Beziehungen, im privaten und im beruflichen Umfeld.

Manchmal gibt es einen sachlichen Grund für die eigene Wut. Manchmal liegt es an der Person, von der der Ärger ausgeht. Es kann aber auch passieren, dass es einen einfach im falschen Moment erwischt.

Mit einer allzu heftigen Reaktion kann man viel kaputt machen.

Auf keinen Fall sollte man sich von einem verbalen Angriff provozieren lassen und mit gleicher Waffe zurückschlagen.

Besonders bei schriflichen Auseinandersetzungen, per sms oder per Email, kann man einen spontanen Ausrutscher hinterher schwer wieder ausbügeln.  

Besser ist es, sich auf altbewährte Regeln zu besinnen, innerlich langsam bis 10 zu zählen oder eine Nacht darüber zu schlafen.

Danach sollte man ruhig, sachlich und in moderater Sprache reagieren und so dem Konflikt die Spitze nehmen.

Wer den Ärger nicht einfach runterschlucken will, kann ja einen Gegenstand gegen die Wand donnern. Eine alte abgestoßene Kaffeetasse ist ideal dafür. Von der eigenen Faust ist wegen der Verletzungsgefahr abzuraten. Bei Geschirr ist auch Vorsicht geboten. Ich habe einmal aus Wut einen Butterteller auf den Boden geschmissen, den ich hinterher nicht nachkaufen konnte!

Donnerstag, 12. Juni 2014

angemessene Kleidung




Dieses Jahr war ich an Pfingsten bei einer Konfirmation auf dem Lande.
Das war für mich eine neue Erfahrung. Schon das Datum und die Uhrzeit waren ungewöhnlich. Einen Konfirmations-Gottesdienst am Pfingstsonntag, noch dazu am frühen Nachmittag, hatte ich bisher noch nicht erlebt.
Am interessantesten aber war das Erscheinungsbild der Gottesdienstbesucher.
Deren Kleidung deckte die ganze Palette der modischen Möglichkeiten ab. 
Eine weibliche Konfirmandin trug ein kurzes schulterfreies Cocktailkleid in Silber (darüber immerhin ein kleines schwarzes Bolerojäckchen), während der Patenonkel eines Konfirmanden sich für das Kontrastmodell in Form von ausgebeulten Cargohosen und legerem Freizeithemd entschieden hatte. 
Die restlichen Gemeindemitglieder waren entweder formell festlich oder sommerlich leger gekleidet.
Eigentlich gibt es für solche Fälle ganz einfache Regeln.
Die Kirche ist weder für Gesellschaftskleidung noch für Strandmode der geeignete Ort. Abendgarderobe, tief ausgeschnittene, schulter- oder rückenfreie Kleider haben da nichts zu suchen, genauso wenig wie Smoking oder Shorts.

Der Respekt vor dem Gotteshaus, in diesem Fall auch vor den Konfirmanden und ihren Familien, verlangt angemessene Kleidung.