Samstag, 7. Dezember 2013

Geflügel






Seit dem 11. November herrscht hier nicht nur Karnevalssaison; es ist auch Gänsebraten-Zeit, die mit dem Martinstag beginnt.

Ich genieße das sehr und erstelle für mich immer eine Jahres-Hitliste. Gute Chancen auf den 1.Platz hat diesmal die Gans der "Germania" am Schaumainkai. Die schlechteste Gans dieses Jahres habe ich gestern Abend gegessen. Die ist wahrscheinlich nicht mehr zu unterbieten.

Das arme Vieh war so trocken und zäh, dass man es mit dem Messer kaum zerteilen konnte.

Aber natürlich darf man auch in solchen Fällen nicht die Finger zu Hilfe nehmen. Notfalls muss man einen Rest auf dem Teller liegen lassen.

Anders ist es mit einer gebratenen Wachtel. Diesen kleinen Vogel darf man selbst in feinster Gesellschaft in die Hand nehmen, wenn es die Umstände erlauben.

Ein sicheres Indiz ist die kleine Schale mit warmem Wasser auf dem Tisch. Manchmal schwimmt ein Stück Zitrone darin. In dieses Wasser kann man nach dem Essen die fettigen Finger tauchen  und anschließend mit der Serviette abtrocknen. Allerdings sollte man sich davor hüten, ein aufwendiges Geplansche zu veranstalten.

In etwas weniger edlen Lokalen gibt es schon mal eine Zellstoff-Serviette, an der man sich die Hand  abwischen kann.

Größeres Geflügel wird am Tisch generell mit Messer und Gabel gegessen.

Diese Regel gilt natürlich nicht beim Picknick. Da wäre das Hantieren mit Messer und Gabel völlig unpassend.

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