Montag, 23. Dezember 2013

Weihnachtskarten



Waren das noch Zeiten, als sich unser Kaminsims in der Adventszeit nach und nach mit Weihnachtskarten von lieben Freunden füllte und als bunte Weihnachtsgrüße von nah und fern auf das breite Fensterbrett im Büro flatterten!

Anscheinend hat kaum mehr jemand Zeit für sowas. Dafür gibt es jetzt zwischen dem 20. und 24.Dezember Stau im Email-Eingang.

Wieder eine schöne Tradition, die verloren gegangen ist. Schade, schade !

Ich muss gestehen, wir sind in dieser Beziehung voll im Trend und versenden auch die meisten Wünsche per Email. 

Trotzdem ist in diesem Dezember noch die eine oder andere handgeschriebene Karte hier eingetroffen und verteidigt auf der Fensterbank die guten alten Zeiten. Es sind sehr hübsche Exemplare dabei, in rot, grün, silber und gold. Das freut das Auge und trägt zur vorweihnachtlichen Stimmung bei.

2 Karten allerdings haben es beinahe geschafft, die schöne Stimmung zu ruinieren. Diese beiden lagen in unseren Tageszeitungen. Die dünne Pappe mit dem winterlichen Allerweltsbild vorne drauf trägt auf der Rückseite Namen und Kontoverbindungen der Austräger. Der Zweck dieser Angaben ist nicht zu verkennen. Es mag praktisch sein, aber ich finde es total plump und völlig stillos!

fröhliche Weihnachten



Dienstag, 17. Dezember 2013

Weihnachtsgebäck



Die erste Portion ist schon fast verputzt. Nun muss vor dem Fest noch schnell Nachschub her. Frisch gebacken schmecken sie ohnehin am besten, unsere geliebten Weihnachtsplätzchen.

.... oder nennen wir sie Weihnachtskekse, schlicht Weihnachtsgebäck oder etwa Guetzli?

Makrönchen, Heidesand, Zimtsterne, Vanillekipferl, Bethmännchen, Pfeffernüsse, Mailänderli, Schwabenbrötchen, Spitzbuben, Brunsli, Chräbeli .....

Es gibt eine riesige Vielfalt, und jede Familie hat ihre Favoriten. Die Klassiker werden über Generationen gegen alle Widerstände verteidigt, so auch bei uns.

Für mich gehören Mailänderli und Schwabenbrötchen unbedingt zur Adventszeit. Bei den restlichen Sorten bin ich flexibel. 

So schmeisse ich also nochmals den Ofen an.

Zu viele dürfen es nicht werden, denn nach Weihnachten schmecken Plätzchen nicht mehr. 
Daher knete ich kurz einen Grundteig, aus dem ich mehrere Sorten backen kann :

250 g Butter, 225 g Zucker, 1 Prise Salz, 3 Eier und knapp 500 g Mehl.

Daraus mache ich mehrere Portionen, denen ich verschiedene Aromen beifüge :

Vanilleplätzchen : 1 Tropfen Vanilleextrakt in den Teig. Die ausgestochenen Plätzchen bestreiche ich mit Eigelb und bestreue sie mit Hagelzucker

Zitronensterne : Zitronenabrieb in den Teig. Die fertig gebackenen Plätzchen bestreiche ich mit einer Zitronenglasur aus Puderzucker und Zitronensaft. 

Mandelherzen : geschälte, gemahlene Mandeln, 1 Tropfen Bittermandelaroma. Die Herzen werden mit Eiweiß besrichen und mit gehackten Mandeln bestreut.

falsche Schwabenbrötchen : gemahlene Haselnüsse, 1 kleine Prise Zimt. Die Brötchen bestreiche ich mit Eiweiß und bestreue sie mit gehackten Haselnüssen.

richtig bunt wird es, wenn man solch kreative Küchenhelfer hat !


Samstag, 7. Dezember 2013

Geflügel






Seit dem 11. November herrscht hier nicht nur Karnevalssaison; es ist auch Gänsebraten-Zeit, die mit dem Martinstag beginnt.

Ich genieße das sehr und erstelle für mich immer eine Jahres-Hitliste. Gute Chancen auf den 1.Platz hat diesmal die Gans der "Germania" am Schaumainkai. Die schlechteste Gans dieses Jahres habe ich gestern Abend gegessen. Die ist wahrscheinlich nicht mehr zu unterbieten.

Das arme Vieh war so trocken und zäh, dass man es mit dem Messer kaum zerteilen konnte.

Aber natürlich darf man auch in solchen Fällen nicht die Finger zu Hilfe nehmen. Notfalls muss man einen Rest auf dem Teller liegen lassen.

Anders ist es mit einer gebratenen Wachtel. Diesen kleinen Vogel darf man selbst in feinster Gesellschaft in die Hand nehmen, wenn es die Umstände erlauben.

Ein sicheres Indiz ist die kleine Schale mit warmem Wasser auf dem Tisch. Manchmal schwimmt ein Stück Zitrone darin. In dieses Wasser kann man nach dem Essen die fettigen Finger tauchen  und anschließend mit der Serviette abtrocknen. Allerdings sollte man sich davor hüten, ein aufwendiges Geplansche zu veranstalten.

In etwas weniger edlen Lokalen gibt es schon mal eine Zellstoff-Serviette, an der man sich die Hand  abwischen kann.

Größeres Geflügel wird am Tisch generell mit Messer und Gabel gegessen.

Diese Regel gilt natürlich nicht beim Picknick. Da wäre das Hantieren mit Messer und Gabel völlig unpassend.