Dienstag, 26. November 2013

Beileid



Kürzlich habe ich ein Interview mit einem Beerdigungsunternehmer gelesen, der eine Webseite mit Vorlagen für Beileidsbekundungen betreibt. Im Internet findet man inzwischen eine ganze Anzahl ähnlicher Seiten mit geschliffen formulierten Texten. Offensichtlich besteht Bedarf.
Viele fühlen sich hilflos, wenn sie mit einem Todesfall konfrontiert sind.
Der Umgang mit trauernden Mitmenschen fällt schwer. Man versucht, den Tod aus dem Alltagsleben herauszuhalten und geht den Hinterbliebenen aus dem Weg. Das geschieht meist aus Unsicherheit, weil man nicht weiß, wie man sich verhalten soll.
Dabei wären ein paar herzliche Worte oder eine stumme Umarmung manchmal so hilfreich.
Im Einzelfall mag eine Textvorlage für einen Beileidsbrief hilfreich sein, besonders wenn man den Verstorbenen und seine Hinterbliebenen nicht sehr gut kannte.
Handelt es sich jedoch um nähere Bekannte, Nachbarn, Freunde oder Verwandte, sollte man sich die Mühe machen und ein paar persönliche Worte schreiben. Man kann dafür durchaus eine fertige Karte nehmen und auf der Innenseite handschriftlich sein Beileid ausdrücken.
Eine Kondolenzkarte mit bloßer Unterschrift unter einer gedruckten Beileidsfloskel wirkt dagegen sehr unpersönlich, und ein Beileidsschreiben in Form eines Computerausdrucks oder gar als Email ist absolut stillos.

Montag, 18. November 2013

lecker Kürbis


Inzwischen gehört er einfach dazu. Vor jedem zweiten Haus steht ein ausgehöhlter Kürbis; auf jedem Bauernmarkt ist er zu finden, und auch die Supermärkte und Diskounter bieten ihn an.
Während man in Deutschland früher nur die sauer eingelegten Kürbiswürfel kannte, findet man Kürbis heute in einer Vielzahl von Variationen, als Beilage, Suppe oder gar als Zutat für Risotto oder Gnocchi. Meine Kürbis-Favoriten sind Kuchen und Suppe.
Das ist mein aktuelles Lieblingsrezept :

Zutaten:
1 EL Butterschmalz
2 Schalotten oder kleine milde Zwiebeln, in Würfeln
1 Knoblauchzehe, gehackt
500 g Kürbisfleisch (zB Hokkaido), in Würfel geschnitten
1 große mehlig kochende Kartoffel, gewürfelt
Suppengemüse (Karotte,Sellerieknolle,Lauch,glatte Petersilie), klein geschnitten
500 ml Wasser
1  ½ TL Salz
1 gute Prise gemahlener Pfeffer,
1 kleine Prise Muskatnuss,
ein kleines Stück frischer Ingwer, klein geschnitten
200 ml flüssige Sahne
500 ml Gemüsebrühe (alternativ Fleischbrühe oder Geflügelfonds)
1 gute Handvoll Kürbiskerne
etwas gehackte Petersilie oder einige Salbeiblätter
ca 50 ml locker aufgeschlagene Sahne oder Créme fraîche, wenig Kürbiskernöl

Zubereitung:
Zuerst Zwiebeln und Knoblauch in Butter anschwitzen,
gewürfeltes Suppengemüse hinzufügen und leicht andünsten
Kürbis, Kartoffeln und Ingwer dazugeben und mitdünsten
Wasser und Gewürze dazugeben
Die Suppe ca. 20 Minuten köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist
anschließend pürieren
mit Brühe und Sahne aufgießen, unter Rühren aufwärmen (nicht mehr kochen), abschmecken

Kürbiskerne leicht knusprig anbraten

Suppe in die Teller füllen, mit Kürbiskernen, Sahne und wenig Kürbiskernöl dekorieren


                                                                       guten Appetit !

Dienstag, 12. November 2013

Anglizismen international


Im Deutschen gibt es eine Menge Anglizismen, die für einen englischen Muttersprachler merkwürdig klingen.


Die Franzosen können in dieser Beziehung aber auch recht kreativ sein.


Has been   (französisch ausgesprochen : as binn) habe ich schon im Gespräch gehört und kürzlich in einer französischen Modezeitschrift gelesen, ganz ohne Gänsefüsschen.


Die Bedeutung entspricht ungefähr unserem out. Das heisst, etwas ist nicht mehr in. Früher hätte man gesagt, „es ist aus der Mode gekommen“. 

Aber diese Ausdrucksweise ist bei uns ja auch nicht mehr in. Sie ist völlig aus der Mode gekommen. Wer sich trotzdem so ausdrückt, outet sich als hoffnungslos out!