Mittwoch, 25. September 2013

der gepflegte Mann




Jahrzehntelang waren das die Attribute des gepflegten Herrn :
gebügeltes Hemd, korrekt gebundene Krawatte, saubere Schuhe und sorgfältig rasiertes Gesicht.
In unserer mobilen Zeit sieht man es ein bisschen lockerer.
Je nach Anlass geht es durchaus auch mal ohne Krawatte und sogar mit unrasiertem Gesicht.
Spätestens seit die konservative Deutsche Bank auf der Startseite Ihrer Homepage einen Herrn mit 3-Tage-Bart zeigt, ist es amtlich : die tägliche Rasur ist nicht mehr zwingend notwendig.
Keine Kompromisse gibt es jedoch beim Hemd. Es muss gebügelt und, wenn möglich, gestärkt sein. Alles andere sieht schlampig aus.
Auch ungeputzte Schuhe sehen sehr unordentlich aus. Das gleicht selbst der edelste Anzug nicht aus.
Ob Krawatte oder nicht, bleibt dem Herrn selbst überlassen. Aber wenn er sich dafür entscheidet, sollte er sie sorgfältig binden. Er sollte darauf achten, dass sie gerade sitzt, dass die Spitze auf Gürtelhöhe endet  und dass er den Knoten ganz nach oben zieht.

Dienstag, 17. September 2013

die Stoffserviette




Immer wieder gibt es Unsicherheiten beim Umgang mit einer Stoffserviette.


Dass die Serviette während der Mahlzeit einmal gefaltet quer auf dem Schoß liegen soll, weiß jedes Kind.

Man muss aber vielleicht einmal aufstehen. 

Bei einem offiziellen Anlass kommt es vor, dass die Gäste aufstehen, um einen besonderen Ehrengast zu begrüßen oder um ihr Glas für einen Jubilar zu erheben.

Wenn es ein Selbstbedienungsbuffet gibt, muss man zwangsläufig häufiger den Tisch verlassen.

Vielleicht will man sich zwischen den einzelnen Gängen auch mal kurz "die Nase pudern" gehen.

Was macht man dann mit der Serviette?

Korrekterweise legt man sie locker gefaltet auf den Tisch, links neben den Teller, und genau so verfährt man nach der Mahlzeit. 

Montag, 9. September 2013

Der perfekte Gastgeber





Es reicht nicht, eine originelle Einladungskarte zu verschicken und leckere Speisen und Getränke zu servieren.
Ein guter Gastgeber sorgt dafür, dass sich seine Gäste wohlfühlen.
Beim gesetzten Essen fängt das mit der Tischordnung an. Es kann wesentlich zur allgemeinen Stimmung beitragen, wenn die richtigen Leute nebeneinander sitzen.
Bei Empfängen und größeren Festen steht oder sitzt man gewöhnlich in zufälligen Gruppen zusammen. Auf diese Zufälligkeit kann der Gastgeber behutsam Einfluss nehmen, indem er die Gäste entsprechend miteinander bekannt macht.
Ein guter Gastgeber überlegt sich, wer mit wem harmonieren könnte, wer ähnliche Interessen hat oder wo es im beruflichen oder privaten Leben Schnittstellen gibt.
Dann kann er mit einem oder zwei kurzen Sätzen ein entsprechendes Gespräch in Gang setzen.
Wie schade, wenn man sich als kinderloser Single einen Abend lang mit jungen Müttern über Kindererziehung unterhalten hat und hinterher erfährt, dass die ebenfalls anwesende Beate Sowienoch das eigene Interesse an moderner Kunst teilt.