Freitag, 30. August 2013

Brot und Butter






Im Restaurant ist es inzwischen die Regel, dass vor dem warmen Essen Brot und Butter oder Aufstrich angeboten werden.

Dafür steht ein kleiner Brotteller mit dem entsprechenden Messer.links neben dem eigentlichen Gedeck. 

Zunächst bedient man sich aus dem Brotkorb, der entweder angereicht wird oder auf dem Tisch steht.

Die Butter kann im ganzen Stück oder in Portionen auf einer Schale mit entsprechendem Messer oder mit einer Gabel angeboten werden. Davon nimmt man sich mittels dieses Bestecks eine kleine Menge auf den eigenen Brotteller. Eingepackte Butterportionen kann man sich von Hand nehmen.

Manchmal gibt es auch Schmalz, Frischkäse oder anderen Aufstrich im Töpfchen.

Auf jeden Fall ist darauf zu achten, dass man sich nicht mit dem eigenen Messer, sondern nur mit dem dafür vorgesehenen Servierbesteck bedient. 

Auch sollte man sich von allem eine angemessene Portion nehmen, nämlich nur so viel, wie man tatsächlich zu essen gedenkt.
Pech, wenn man sich versehentlich einmal zu viel auf den Teller geladen hat. Dann muss man den Rest zwangsläufig stehen lassen.

Jedenfalls sollte man auf keinen Fall etwas zurücklegen, was einmal auf dem eigenen Teller gelegen hat.

Selbst  gewisse Herrschaften, die Not und Mangel erlebt haben, müssen damit leben, dass die Brötchen im Korb für den eigenen Appetit möglicherweise zu groß sind und der Rest wieder abgeräumt wird. Sie mögen sich damit trösten, dass nicht alle Essensreste im Müll landen. Manchmal freut sich auch ein hungriges Schweinchen über ein leckeres Brötchen im Trog.
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Freitag, 23. August 2013

Tisch decken



Wie wird korrekt eingedeckt ?


Dass man das Besteck von außen nach innen benutzt, ist allgemein bekannt.

Demnach liegt das Vorspeisen-Messer außen rechts, links daneben der Suppenlöffel. Das Fleischmesser liegt zwischen Tellerrand und großem Löffel.

Auf der linken Seite des Tellers liegt ganz außen die Vorspeisen-Gabel und rechts daneben die Fleischgabel.

Das Dessert-Besteckt gehört oben quer über den Teller.

                                                                                          

Das Buttermesser liegt diagonal auf dem kleinen Brotteller, links vom großen Teller.


Mehr Besteck sollte zunächst nicht auf dem Tisch liegen. Sonst wird es unübersichtlich.

Bei mehrgängigen Menüs können Besteckteile nach den einzelnen Gängen nachgelegt werden, zum Beipiel Fischmesser und Fischgabel, alternativ zum Fischmesser eventuell ein Gourmet-Löffel.

Wird als Zwischengang ein Sorbet im Glas gereicht, so legt man den Löffel dafür am besten direkt auf den dazugehörigen Unterteller.

Gibt es einen Käsegang, so wird das Besteck dafür kurz vor dem Servieren des Käsetellers eingedeckt.

Soweit das Besteck.

Bei den Gläsern gibt es anscheinend häufiger Unsicherheiten.

Die Grundregel ist aber ganz einfach: 

Das Rotweinglas steht ca 5 cm oberhalb des Fleischmessers. 
Die restlichen Gläser werden rechts davon angeordnet, entweder im Dreieck oder in einer  Reihe. 

Dabei gehört das Weißweinglas rechts neben das Rotweinglas und ganz außen schließlich das Wasserglas.

Auch hier gilt : den Tisch bitte nicht überfrachten. 

Sektkelche und Gläser für Sherry, Port oder den Dijestif werden kurz vor dem Ausschenken hingestellt.

.....  und jetzt ist nur noch der Koch gefordert !




Freitag, 16. August 2013

Beerenzeit


Die Beeren sind reif

Man muss sie aber schnell pflücken, wenn man den Vögeln zuvorkommen will.  Bei den weißen Johannisbeeren habe ich einen Tag zu lange gewartet und heute morgen prompt nur noch leere Stiele vorgefunden. Ich werde mir ernsthaft überlegen, ob diese undankbaren Kreaturen es verdienen, dass ich ihnen im nächsten Winter wieder Vogelfutter ins Häuschen streue!

Aber zunächst mache ich mich an die roten Johannisbeeren und backe meinen Ribisel-Kuchen. 

         Das ist mein Lieblings-Beerenrezept  

    (schmeckt auch mit Stachelbeeren)

300 – 400 gr Johannisbeeren waschen, abzupfen und erst einmal im Sieb abtropfen lassen

3 Eigelb
150 gr weiche Butter
125 gr Zucker 

Eigelbmasse hell und schaumig rühren
1 Zitrone, Saft und Schale  hinzufügen

3 Eiweiß mit 1 Prise Salz schaumig schlagen

50 gr Puderzucker hinzufügen und weiterschlagen bis der Schnee ganz fest ist und glänzt

75 gr Weizenmehl und 50 gr Maismehl   (oder insg. 125 gr Weizenmehl)
1 ½ TL Backpulver
50 gr gemahlene Mandeln
                  
Mehl, Mandeln und Eischnee abwechselnd vorsichtig unter die Eigelbmasse ziehen

Teig in eine gebutterte Springform (26cm Ø)  füllen, glatt streichen

300 gr Johannisbeeren gleichmäßig auf dem Teig verteilen

im vorgeheizten Ofen bei 175° ca 50 Min. backen
nach dem Herausnehmen den Backofen auf 225° hochstellen

4 Eiweiß mit 1 Prise Salz zu festem Eischnee schlagen
125 gr Zucker und 
1 ½ TL Speisestärke

Masse ganz fest und glänzend schlagen
ca 200 gr Johannisbeeren vorsichtig unterziehen

(beim Stachelbeerkuchen keine Beeren in die Eischneehaube)
Eischnee auf dem vorgebackenen Kuchen verteilen, aus der Oberfläche Spitzen rausziehen

Den Kuchen nochmals 10 Min im Ofen überbacken, bis die Oberfläche leicht gebräunt ist

Dazu ein leckerer Cappuccino, und die Welt ist in Ordnung







Freitag, 9. August 2013

die goldene Regel




Alles was du sagst, sollte wahr sein. Aber nicht alles was wahr ist, solltest du auch sagen. Das wusste schon Voltaire.

Mitunter ist es sehr unklug, die Wahrheit zu sagen. Sie kann beleidigend, verletzend, verwirrend oder beunruhigend sein. Sie kann den Angesprochenen demütigen oder gar in Rage versetzen. 

Unsere Tante Sophie war nicht immer sehr diplomatisch, aber sie hatte einige nützliche Regeln in ihrem Repertoire.

Eine davon nannte sie die goldene Regel im Umgang mit den Mitmenschen.

Man soll sich die folgenden 3 Fragen stellen und erst zum Reden ansetzen, wenn man 2 davon mit „JA“ beantworten kann :

ist es wahr ?
ist es wichtig ?
macht es Freude ?

Demnach ist es nicht klug, der Freundin zu sagen „Deine Bluse passt überhaupt nicht zu Deinem Outfit“. Das mag wahr sein. Es ist aber wahrscheinlich nicht wichtig und macht sicher keine Freude.

Wenn aber an der Bluse ein Knopf lose ist, kann es sinnvoll sein, die Freundin darauf hinzuweisen. Das macht ihr vielleicht keine Freude, aber es verhindert, dass sie sich hinterher über einen verlorenen Knopf ärgern muss.

.... und das bringt uns automatisch auf eine andere kluge Regel :

           erst denken, dann reden !

Donnerstag, 1. August 2013

immer diese Probleme mit dem Plural




schon wieder so ein Sprachschnitzer !

Kürzlich im Radio sprach der Moderator in seinem Kommentar zu den fehlenden Kita-Plätzen von  „Die Bedarfe“Es mag ja eine Menge fehlender Betreuungsplätze geben, aber der Bedarf ist und bleibt im Singular!

Genau so verhält es sich mit Begriffen wie :

der Sand, der Durst, das Glück, der Schlaf, 

oder 

die Butter, der Pfeffer, der Zucker, der Stress ....

Wäre das nicht mal eine schöne Denksportaufgabe für eine lange Autofahrt : wer findet zuerst 10 Begriffe, für die es keinen Plural gibt?
Umgekehrt geht es natürlich auch : 
die Ferien, die Kosten, die Eltern, die Leute, die Tropen usw

noch Fragen?