Sonntag, 14. April 2013

Stil in allen Lebenslagen



Ja, selbst im Krankenhaus sollte man ein Mindestmaß an Höflichkeit erwarten können.

Dass das reines Wunschdenken ist, wurde mir kürzlich deutlich vor Augen geführt.

Nur einige wenige Krankenschwestern stellten sich vor oder grüßten beim Betreten des Zimmers.

Bei meinen ersten „Gehversuchen“ auf dem Gang kamen mir etliche Pflegekräfte entgegen  ohne "guten Tag"  zu sagen oder wenigstens freundlich zu nicken.

Wenn nicht gerade Verbandwechsel, Blutdruckmessen oder ähnliches anstanden, kam es vor, dass ich die Schwestern überhaupt nicht zu Gesicht bekam, weder bei Antritt der Schicht noch an deren Ende. Ich hätte erwartet, dass sie wenigstens mal reinschauen und fragen, ob alles in Ordnung ist.

Ich will das nicht verallgemeinern und ich weiß natürlich auch, dass es in vielen deutschen Krankenhäusern einen Mangel an Pflegekräften gibt. Das ist sehr bedauerlich. Aber muss deshalb auf jegliche Freundlichkeit verzichtet werden?

Bleibt noch zu erwähnen, dass ich dank einer Zusatzversicherung als Privatpatientin im Einbettzimmer lag, also eigentlich Anspruch auf etwas "bessere" Behandlung gehabt hätte  -   sollte man meinen.

Dass es im Bad kein Handtuch gab und das Bett nicht elektrisch verstellbar, dafür aber total durchgelegen war, sind weitere Details.

Wahrscheinlich wäre das aber nicht weiter ins Gewicht gefallen, wenn die Atmosphäre etwas freundlicher gewesen wäre. 

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