Mittwoch, 14. November 2012

interkulturelle Zusammenarbeit





Letzte Woche habe ich an einem Seminar für „interkulturelle Zusammenarbeit“ teilgenommen.

Insgesamt waren 10 europäische Länder vertreten. Referentin war eine Amerikanerin, die seit 30 Jahren in Deutschland lebt.

Neben dem unterschiedlichen Umgang mit dem Faktor Zeit fand ich besonders die Wertevorstellungen der einzelnen Kulturen sehr interessant.

Es stellte sich heraus, dass für die männliche Bevölkerung in Deutschland, Spanien und Italien Fußball eine große Rolle spielt, wobei sich die meisten mit einem bestimmten Club identifizieren.
In Deutschland spielt dabei der Lokalpatriotismus eine große Rolle. 
Die Spanier definieren sich auch in Punkto Fußball klar mit ihrer jeweiligen Herkunftsregion. Es geht sogar so weit, dass der Teilnehmer aus Barcelona sich diebisch gefreut hat, dass Real Madrid von Dortmund besiegt wurde. 
Die Italiener sind in der Wahl ihres Lieblingsclubs weniger vom Heimatgefühl geprägt. Sie entscheiden sich gewöhnlich für einen der großen Clubs, wie InterMailand oder Juventus Turin, und halten ein Leben lang an dieser besonderen Liebe fest. Unvorstellbar, dass ein „Interista“ jemals Tifoso von „Juve“ werden könnte! In dieser Beziehung sind die italienischen Männer treu, im Gegensatz zu ihrem sonst üblichen Verhaltensmuster ...

Überhaupt die Italiener! Die Seminar-Teilnehmer aus den einzelnen Ländern sollten eine Werteskala ihres kulturellen Umfelds erstellen. Unsere männlichen Italiener fingen zunächst ganz traditionell mit der Familie an, dann folgten Arbeitsplatz, Lebensqualität und soziale Kontakte. Schließlich wurde aber alles umgeschmissen und  ganz oben in rot der Bereich Fußball hingesetzt und zwar ganz deutlich über der Familie und dem Arbeitsplatz.

Das tröstet immerhin über Wirtschaftskrisen und politische Probleme hinweg!

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