Mittwoch, 26. September 2012

Es wird herbstlich



Fast unmerklich haben sich die Farben im Garten verändert. Jetzt herrschen Gelb und Orange vor, und die Tage werden merklich kühler und kürzer.

Also machen wir es uns drinnen gemütlich. 

Bei den Nachbarn wurde gestern eine Fuhre Kaminholz abgeladen. Ich aber habe eine neue Tarte-Form gekauft und meine Backzutaten aufgefüllt. 

Den ersten Obstkuchen habe ich schon gebacken, aber in den nächsten Wochen kommt noch mehr. Ich freue mich schon auf Zwetschgen, Birnen, Kürbis und die köstlichen Rezepte mit Quark, Nüssen und Schokolade. 
Kürzlich habe ich einen flachen Kuchen aus Dörrbirnen mit Schokolade entdeckt. Den muss ich demnächst unbedingt nachbacken. 

Am Wochenende gibt es erst einmal eine traditionelle Schweizer Apfelwähe. Die ist schnell gemacht und schmeckt allen :

dünn ausgerollten Mürbeteig in eine flache Form legen und 
mit einer Gabel ein paarmal einstechen
1 EL geriebene Haselnüsse auf dem Boden verteilen
Äpfel schälen, vierteln und in Spalten schneiden  (Tipp: Die Scheiben brechen nicht so leicht auseinander, wenn man das Kerngehäuse von der Blüte zum Stiel hin rausschneidet)
Die Apfelspalten auf dem Kuchenboden verteilen
Dann den Guss vorbereiten :
1 EL Mehl und ca 2 EL Zucker mischen und mit etwas flüssiger Sahne anrühren
1 großes Ei darunterschlagen
1 Prise Zimt, etwas abgeriebene Zitronenschale und Vanillemark aus ¼ Schote zur  Mischung geben
ca 1 Becher flüssige Sahne darunterrühren und alles gut glatt schlagen
Den Guss gleichmäßig über die Äpfel gießen
einige Butterflöckchen darauf setzen und ab in den Ofen damit

Backzeit: ca 35 Min bei 200° im unteren Teil des vorgeheizten Ofens
Nach dem Abkühlen den Kuchen mit Puderzucker bestreuen

... und wem jetzt nicht das Wasser im Mund zusammenläuft, dem ist nicht zu helfen !


Sonntag, 16. September 2012

wo bleibt der Lektor ?




Den angekündigten Hubschrauber habe ich letzte Woche tatsächlich gehört. Die örtliche Presse hatte berichtet, dass bei den Dreharbeiten zu „Schneewittchen muss sterben“ ein Helikopter im Tiefflug eingesetzt würde. Auf den Film kann man gespannt sein.

Das Buch selbst ist ja leider nicht sonderlich gut geschrieben. Der Plot ist zwar gut ausgedacht und die Handlung ist spannend aufgebaut, aber der Schreibstil lässt sehr zu wünschen übrig. Nicht nur, dass auf jeder zweiten Seite jemand seine Stirn in Falten legt, auch Grammatik und Wortwahl sind zum Teil auf dem Niveau eines Schulaufsatzes.

Da sind die Krimis um das Ermittler-Team Laura Gottberg und Angelo Guerrini um einiges besser geschrieben. Die eingestreuten italienischen Ausdrücke sind jedoch sehr holprig. Sicher sind sie als  Stilelement eingesetzt, um die italienische Atmosphäre des Handlungsorts widerzugeben. Dafür müssten die Ausrufe und Halbsätze aber halbwegs korrekt sein. 

Entgegen dem Klappentext hat die Autorin in Italien offensichtlich nicht sorgfältig genug recherchiert, nicht bei den traditionellen adligen Toskanern mit ihren typischen Vornamen und schon gar nicht bei der Sprache. 

Ich vermute eher, dass die Sprachfetzen in einer Münchner Pizzeria aufgefangen wurden, vielleicht in einem dieser „italienischen“ Lokale mit indischem oder kroatischem Personal. Dort lässt man sich generell nicht davon abhalten, die Gäste auf „italienisch“ anzusprechen und „Du“ und „Sie“ munter durcheinander zu schmeissen !

Samstag, 8. September 2012

Spätsommer im Hemd




Das Wetter ist einfach fantastisch!

Ich genieße diesen Altweibersommer mit den milden Temperaturen. Cafés und Restaurants haben ihre Tische und Stühle noch draußen. Zwar werden die Tage schon kürzer, aber für ein frühes Abendessen im Freien ist es warm genug und beim Espresso nach dem Mittagessen kann man sogar noch richtig ins Schwitzen kommen.

So können die dicken Jacken ruhig noch ein Weilchen im Schrank bleiben. Wir tragen weiter die leichteren Klamotten und befassen uns nochmals mit dem Thema Sommer-Outfit.

Bei den Herren gibt es in diesem Bereich anscheinend einige Unsicherheiten. Das kurzärmelige Hemd unter dem Jackett begegnet mir zum Beispiel  immer wieder. Das sollte ein Herr aber lieber lassen. Es sieht einfach nicht gut aus! Unter ein Sakko, ob aus Wolle, Leinen oder Baumwolle, gehört ein langärmeliges Hemd, und die Manschette sollte dabei etwas länger sein als der Jackenärmel.

 

Auch ohne Jackett ist ein Langarm-Hemd die bessere Wahl. Man kann die Ärmel im Bedarfsfall ja hochkrempeln, und das ist allemal schicker als die kurze Variante.

In der Freizeit ist gegen ein kurzärmeliges Baumwollhemd natürlich nichts einzuwenden. Bei Männern mit Bauchansatz ist das dem Polohemd jedenfalls vorzuziehen; es zeichnet die Rundungen nicht so deutlich ab. 

Auf jeden Fall aber sollte ein Herrenhemd immer gut gebügelt getragen werden, und das gilt auch für das Poloshirt.

Ein junger Adonis mit Sixpack im engen T-Shirt ist dann wieder ein anderes Thema!