Freitag, 3. August 2012

Einkaufserlebnis


Samstag nachmittags an der Supermarkt-Kasse
nahm ich eine EC-Karte aus dem Portemonnaie, steckte sie in das Gerät und gab die PIN ein: „Geheimzahl falsch“. Ich gab sie ein zweites Mal ein;  wieder falsch. 
Da erst fiel mir auf, dass ich die falsche Karte gegriffen hatte. Die PIN konnte gar nicht funktionieren. 

Das war ein bisschen dusselig, aber sowas kommt vor – und nicht nur bei Frauen!

Während ich die andere Karte herausfischte, fauchte jemand aus der Schlange hinter mir:   „geht es endlich weiter ?“ 
Das war mein Nachbarn, der seit etlichen Jahren schräg gegenüber von mir wohnt. Ich erkannte ihn sofort, er mich aber nicht. 
„Sie halten die ganze Schlange auf“ legte er noch nach.
Ich dachte, das wäre ironisch gemeint und lächelte ihn freundlich an.
„Ich hoffe, Sie haben keinen dringenden Termin“. 

Wie naiv von mir. Ich hätte es besser wissen müssen. Der Typ hat ja noch nicht einmal Zeit für einen Haarschnitt. Das riesige Polopferdchen auf seiner Freizeitbrust vibrierte und sein Gesicht lief rot an. „Wenn sich alle so umständlich anstellen würden!“ 

Glücklicherweise tun sie das nicht, und ich bin froh, dass auch nicht alle so aggressiv sind ! 

Wenigstens brauche ich keine weiteren Sanktionen zu befürchten. Der gute Mann wird mich nächstes Mal wieder nicht erkennen, ….. es sei denn, ich verwechsle nochmals die Karten!






1 Kommentar:

  1. Klassischer Fall von unterdruecktem Mann. Endlich konnte er mal seinen Frust ablassen.

    Ich haette die Karte nochmal fallen lassen mit den Worten: 'Ups, jetzt werd ich ganz nervoes.' Kommt immer gut an.

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