Samstag, 23. Juni 2012

Deutschland - Volk der Dichter und Denker






Weder Politiker, noch Moderatoren oder Journalisten scheinen sich heutzutage sonderlich um korrekte Sprache zu bemühen.

„es gibt Bedarfe ...“  tat kürzlich ein Regierender Bürgermeister kund.
Vielleicht muss man es in diesem Fall damit entschuldigen, dass der gute Mann so sehr mit Armut und Sex in seiner Stadt beschäfitgt ist, dass er sich um die Armut in der Sprache nicht auch noch kümmern kann.

Soweit die Politiker, die ja höchst unterschiedliche Berufsausbildungen haben.
Aber was ist mit der schreibenden Zunft ?
Mir stellen sich die Haare zu Berge, wenn ich Sätze lese, wie :„beide haben 6 Kinder, 3 eigene und 3 adoptierte“. Ach wirklich, hat jeder von ihnen 3 eigene und 3 adoptierte Kinder? Was für eine Leistung und was für ein Zufall! 
Wenn man die Familienberichte in den Klatschblättern nicht regelmäßig verfolgt, könnte man glatt die falschen Schlüsse ziehen.  Nur der informierte Leser weiß, dass Brad Pitt und Angelina Jolie zusammen 3 Kinder und außerdem noch  3 Adoptivkinder haben, also insgesamt 6.
Hätte der Autor des Berichts korrekterweise „die beiden“  geschrieben, dann wäre gleich alles klar gewesen. 
Eigentlich sollte man davon ausgehen, dass sich deutsche Journalisten in ihrer Ausbildung auch mit der deutschen Sprache befassen. Zumindest erwartet man das von den Redakteuren  der sogenannten „seriösen“ Presse. 
Von den farbigen Knallblättern ist man die simple reißerische Sprache ja gewöhnt, aber müssen sich die anderen davon anstecken lassen?

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