Donnerstag, 31. Mai 2012

Frühsommer



Ach, was ist das für eine herrliche Jahreszeit ! 


Die Luft ist wunderbar mild.  Die Rhododendren In meinem Garten blühen in allen Farben, 
und die ersten Rosenknospen gehen auf.


Der Flieder wetteifert mit dem Kräuterbeet und 
verströmt seinen süßen Duft.
.
Der Rasen erholt sich langsam vom Vertikutieren. 
Überall treibt er saftig grün aus.



An der Straße stehen wieder die Stände mit dem frischen Spargel aus der Region, mit Kronberger Erdbeeren und mit diesen schmackhaften gelbfleischigen neuen Kartoffeln.


Ein Fest der Sinne  -  Ich liebe diese Wochen zwischen dem 1.Mai und dem 24.Juni !


Selbst beim Kuchenbacken komme ich ins Schwärmen. Mal sehen, wie lange die Euphorie anhält ....... 



Freitag, 25. Mai 2012

Stil und Klasse





Klasse kann man nicht lernen, die hat man oder man hat sie nicht.

Das ist wie beim Charme. Diese gewisse Ausstrahlung, dieses Charisma, ist angeboren. Es gibt Menschen, die auf natürliche Weise positiv wirken und andere sofort für sich einnehmen.

Sehr ähnlich ist es bei den Persönlichkeiten, die eine natürliche Autorität ausstrahlen. Auch das ist unbewusst. Es hat aber bis zu einem gewissen Punkt auch mit Lebenserfahrung zu tun. 

Stil und Etikette jedoch, die kann man sich erarbeiten.

Stil ist die Art und Weise, wie man sich in der Gesellschaft bewegt und wie man mit den Mitmenschen umgeht. Stilvolles Benehmen bedingt ein Mindestmaß an Selbstsicherheit. Das kann man sich abgucken oder aus Erfahrung lernen. Wer sich in kultivierten Kreisen bewegt und mit offenen Augen durch die Welt geht, ist schon mal im Vorteil.

Etikette hingegen steht als Überbegriff für die gesellschaftlichen Regeln, die in einem bestimmten Umfeld oder Kulturkreis gelten. Die kann man auf jeden Fall lernen.

Wer im Beruf oder Privatleben Erfolg haben will, sollte sich auf jeden Fall mit dem Thema befassen

Freitag, 18. Mai 2012

Email für Dich



Emails ohne Betreff, womöglich von unbekannten Absendern,  mache ich gar nicht erst auf. Vermutlich geht es den meisten so.
Wenn ich also will, dass meine eigene Nachricht gelesen wird, teile ich dem Empfänger in der Betreff-Zeile auf jeden Fall mit, um was es geht.
Die Höflichkeit verlangt, dass der eigentliche Text mit einer Anrede beginnt, aber in einer Email muss das nicht so formell sein.
„Hallo“  soll man nicht benutzen, habe ich kürzlich gelesen.
Das sehe ich nicht so eng.
In einem formellen Brief würde ich diese etwas lockere Anrede natürlich nicht schreiben. Aber was spricht dagegen, dass man eine Email mit  „Hallo Frau Kaufmann“ beginnt?  Vormittags könnte man natürlich auch schreiben : „Guten Morgen, Frau Kaufmann“ .
Selbstverständlich sollte der Text grammatikalisch und orthografisch korrekt sein.
Die Nachricht selbst sollte knapp und informativ sein. Die wenigsten Empfänger haben Zeit und Lust, ellenlange Abhandlungen zu lesen. Bei ausführlichen Texten kann es daher durchaus passieren, dass sie nur kurz überflogen oder überhaupt nicht gelesen werden.
Am besten beschränkt man sich auf eine Länge, die der Empfänger ohne Scrollen auf dem Bildschirm sehen kann.
Absätze sind ebenfalls angebracht. Es liest sich leichter, wenn der Text in einzelne Abschnitte gegliedert ist.
Dass man die Mail mit einem herzlichen Gruß, freundlichen Grüßen oder vielen Grüßen und dem eigenen Namen beendet, versteht sich von selbst.
Je nachdem kann man dem Empfänger noch einen gemütlichen Feierabend, ein schönes Wochenende, einen erholsamen Urlaub oder gute Besserung wünschen. So macht man sich Freunde!

Samstag, 12. Mai 2012

Dresscode



Die Qual der Wahl

Langsam muss ich mich für das Outfit entscheiden, das ich nächsten Monat bei der Hochzeit in USA tragen werde. Es bleibt nicht mehr viel Zeit.

Nein, eine Kleiderordnung gibt es nicht. Auf der Einladung steht nichts, und auch auf Nachfrage gab es keine brauchbare Auskunft. Wir sollen anziehen, was wir möchten. Wie das die anderen Gäste interpretieren, kann man nur ahnen. Man muss mit dem ganzen Spektrum rechnen, von Smoking bis Jeans. 

Festlich wollen wir erscheinen, das auf jeden Fall. Aber wie?

Die Aufgabe ist knifflig, weil es für amerikanische Hochzeiten keine klaren Regeln gibt. Je nach Region, Gesellschaftsschicht oder Religionszugehörigkeit, gibt es große Unterschiede.

Das Fest findet im Juni im Süden der USA statt. Also müssen wir uns auf hohe Temperaturen einstellen. Das zumindest steht fest.

Fritz hat es einfacher. Mit einem dunklen  Anzug kann er eigentlich nichts falsch machen. Er packt seinen leichten anthrazit-farbenen Anzug ein, ein helles Hemd mit Doppelmanschetten und eine einfarbige Seidenkrawatte, dazu schwarze Schuhe und schwarze Strümpfe.

Soweit so gut, aber das bringt mich jetzt nicht wirklich weiter. 


Also, ... weder das schwarze Kostüm noch das weiße Outfit sind angebracht. Schwarz ist zu trist und Weiß ist der Braut vorbehalten.

Soll ich das hellgraue Etuikleid anziehen? Nein, das ist zu farblos, und ich habe keine wirklich passende Jacke dazu. Dann wären da noch zwei bunte Seidenröcke, aber die dazu gehörigen Oberteile sind ärmellos und eigentlich zu tief ausgeschnitten  ....

Vielleicht eine Kleid-Mantel Kombination oder ein elegantes Seidenkostüm ? Beides findet sich zur Zeit nicht in meinem Schrank.

Sorry Fritz, aber ich muss mir wirklich was Neues kaufen !
Kürzlich habe ich in der Stadt so ein todschickes schmales Kleid mit einer kurzen taillierten Jacke gesehen. Das wäre genau das Richtige. Leider habe ich keine passenden Highheels, und eine neue Clutch bräuchte ich dazu auch .... 


Ich werde also wohl oder übel auf Shopping-Tour gehen müssen !

Dienstag, 8. Mai 2012

die deutsche Sprache




Radioberichte sind eine wahre Fundgrube für Fans von Zwiebelfisch & Co.

Ich stelle mir Ausländer vor, die zum Deutschlernen Radio hören. Man ahnt, was dabei herauskommt.

Es ist nicht nur die Satzstellung. Da hört man ja die abenteuerlichsten Verdrehungen. Eine besondere Herausforderung scheint  auch der Genitiv zu sein.

Heute morgen hatte ich mal wieder das Vergnügen :

                                               „..... die Zukunft des Opel Astras .....“ 
   
Für Auto-Unkundige : das Modell heisst Opel Astra und wird hergestellt in den  Fabriken des Adam Opel, nicht des Adams und auch nicht des Adam Opels !

In diesem Fall möchte man sagen : Der Eigenname ist dem Genitiv sein Feind

Samstag, 5. Mai 2012

Obst oder Kuchen ?




Kürzlich war ich bei einer alten Schulfreundin zum Tee eingeladen. 

Dorothee wohnt in einer kleinen Villa im Grünen, die vor einigen Jahren aufwendig saniert und renoviert wurde. 

Der Tisch für unsere Ehemaligen-Runde war im Wintergarten gedeckt. Auf dem wunderschön aufgearbeiteten Mahagonitisch stand edles Porzellan, neben jedem Gedeck eine fein gestärkte kleine Damastserviette, in der Tischmitte ein Blumenarrangement in silberner Schale – alles farblich abgestimmt. Ich war beeindruckt.
  
Die Hausherrin brachte gerade die beiden Torten herein, als mein Blick auf das Besteck fiel. Da lagen keine Kuchengabeln, sondern kleine Messerchen und Gäbelchen  -  Obstbesteck! 

Konnte es sein, dass Dorothee den Unterschied nicht kannte? Oder sollte das besonders fein sein? 

Meine liebe Doro, süßen Kuchen schneidet man nicht mit dem Messer, und außerdem kann man ihn mit den spitzen Zinken der Obstgabeln auch nicht richtig aufspießen. 

Von unserer schlauen Tante Sophie weiß ich, dass Kuchengabeln seit den Dreissigerjahren des 20.Jahrhunderts gebräuchlich sind. Damals kam diese besondere Gabel auf, die mit ihrem breiteren linken Zacken das Zerteilen des Kuchens erleichtert.

Früher wurde oft frisches Obst als Nachtisch gereicht. Es wurde auf einem kleinen Obst-Teller serviert, mit einem kleinen scharfen Obst-Messer geschält, mit ebendiesem Messerchen geschnitten und mittels einer kleinen spitzen Obst-Gabel gegessen.

Dienstag, 1. Mai 2012

die Magnolie blüht





Hast Du schon gesehen, dass die Magnolie blüht ?

Blüht die Magnolie dieses Jahr nicht wunderschön ?

Ist Dir aufgefallen, dass die Magnolienblüten durch den Frost ganz braun geworden sind?

die Magnolie ! ....  und jedes Frühjahr wurde sie wieder fotografiert.

Dabei gab es durchaus andere hübsche Blühsträucher im Garten meines Elternhauses, aber die Magnolie war eben etwas ganz Besonderes. 

Sie war der Liebling meines Vaters, eine echte Herzensangelegenheit, und er war zutiefst beleidigt, wenn sie nicht gebührend bewundert wurde.

Wehe es widerfuhr ihr etwas Böses, wie etwa Frost, Sturm oder gar ein Schädling. Das nahm er persönlich übel.

Die Magnolie war unbestritten der Star in unserem Garten, eine echte Primadonna  -  schön, anspruchsvoll und sensibel ! 

Meine Mutter sagt, sie habe gerade wieder angefangen zu blühen .....

Fragt jetzt bitte nicht, warum in meinem eigenen Garten keine Magnolie steht !

(wie man auf dem Foto sieht, gibt es bei mir Handfesteres, wie etwa Apfelbäume)