Samstag, 4. Februar 2012

Brot brechen



Dass Brot gebrochen wird, steht schon in der Bibel.

In vielen Restaurants wird vor dem Essen Brot gereicht. Dazu gibt es Butter oder einen leckeren Aufstrich, manchmal beides.
Der kleine Brotteller steht dann links vom Gedeck; das dazugehörige Messer diagonal darauf.

So weit, so gut.


Aber nun kommt die Frage, wie man damit richtig umgeht. 


Zunächst nimmt man sich etwas Butter oder Aufstrich auf den eigenen kleinen Teller. 
Vom Brot, ob in Form von Brötchen oder Scheiben, werden nach und nach mundgerechte Stücke abgebrochen und mit Hilfe des eigenen kleinen Messers bestrichen.

Das Brötchen mit dem Messer durchzuschneiden oder gar auszuhöhlen, gilt als schlechter Stil. Genauso unfein ist es, die Brotscheibe wie eine Stulle im Ganzen zu bestreichen oder den Aufstrich aus dem allgemeinen Schälchen direkt auf das eigene Brot zu schmieren, womöglich noch mit dem Vorlegebesteck!

In Deutschland wird der Brotteller nebst Messer gewöhnlich nach der Suppe abgeräumt. In anderen europäischen Ländern bleibt das Brot während der ganzen Mahlzeit auf dem Tisch.

In Italien ist Brotaufstrich nicht so gebräuchlich wie hierzulande. Stattdessen gibt es schon mal ein Stück warmes Pizzabrot oder eine Cioppetta mit Olivenöl, das manchmal mit einem Tropfen Balsamico parfümiert ist. Dann stippt man die Brotstücke kurz in das Öl. (kann süchtig machen!)

Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, Hauptsache, das Ganze passt geschmacklich zusammen, also kein weiches Baguette mit Griebenschmalz oder Schwarzbrot mit Pesto !

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