Freitag, 27. Januar 2012

Cappuccino


in Italien nach dem Mittagessen einen Cappuccino zu trinken, gilt als schlechter Stil.
Warme Getränke mit Milch gehören zum Frühstück.

Ich persönlich nehme nach dem Essen  einen Espresso. Aber ich finde es ganz in Ordnung, wenn hier jemand lieber einen Cappuccino trinkt.

Zum Frühstück trinke ich gerne einen Caffè Latte, einen etwas längeren Kaffee mit heisser Milch. Zwischendurch kann es ein Cappuccino sein, ein starker Kaffee mit einer Haube (italienisch cappuccio) aus geschäumter Milch oder ein Latte Macchiato mit mehr Milchschaum.

A propos macchiato. Das bedeutet „beschmutzt“. Die weiße Milch ist mit schwarzem Kaffee beschmutzt. Im Gegensatz dazu der Espresso macchiato. Da ist der schwarze Kaffee mit (wenig) weißer Milch beschmutzt, und den darf man auch in Italien nach dem Essen trinken.

In Italien ist die Bezeichnung Espresso weniger gebräuchlich; meistens sagt man einfach caffè. Soll er etwas weniger stark sein, dann ist es ein Lungo. Die kurze starke Version heisst Ristretto
... und dann gibt es noch den Caffè Corretto, ein Espresso mit einem guten Schuss Grappa!

Zum italienischen Kaffee gibt es immer einen kleinen Keks,  einen Amarettino oder einen Cantuccino.
Am Wochenende ersetze ich den Keks gerne durch einen Kuchen, und wenn es schnell gehen soll, mache ich einen meiner bewährten Blitz-Kuchen. Die sind in einer halben Stunde fertig und passen super zum Nachmittags-Kaffee

Backofen auf 220° vorheizen (Umluft 200°)
fertig gekauften Blätterteig in eine flache gebutterte Form (ca 24 cm ø) legen, ein paarmal mit der Gabel einstechen und eine Handvoll gemahlene Haselnüsse oder Mandeln drauf streuen.
Apfelspalten gleichmäßig auf dem Teig verteilen
1 TL Mehl mit 1 Becher Sahne, 1 verquirlten Ei, 1 EL Vanillezucker, 1-2 EL Zucker und etwas Zimt miteinander verrühren und als Guss über die Äpfel gießen. Einige Butterflöckchen oben drauf und ab in den Ofen damit.
Nach 10 Min. den Ofen auf 200° runterschalten und den Kuchen fertig backen, bis der Guss schön goldbraun ist.
Nach dem Backen mit etwas Puderzucker bestreuen
.
A tavola, ragazzi, e buon appetito !

Kommentare:

  1. mmmh, hoert sich total lecker an. auf einen espresso mit blitz haette ich jetzt auch lust


    kristina
    http://shoppingspy.blogspot.com/

    AntwortenLöschen
  2. ...aha macchiato heißt -beschmutzt-.Wird deshalb auch das Kakaopulver final darüber gestreut, oder ist das eine "Touristennummer", denn in den klassischen
    Bars in Mailand und Turin habe ich die Nummer mit dem "Kakao" nocht gesehen.

    AntwortenLöschen