Freitag, 28. Dezember 2012

vielen Dank für das liebevolle Geschenk



Nun bleibt nur noch die Erinnerung an ein weiteres lebhaftes Weihnachtsfest im Kreise der wachsenden Familie und  ..... der schockierende Blick auf die Waage!  


Die Anzahl der Weihnachtskarten auf meiner Fensterbank ist dieses Jahr etwas überschaubarer, vielleicht aus Rücksicht auf den Regenwald oder aus Kostengründen oder warum auch immer. 
Stattdessen kamen eine ganze Menge Email-Wünsche. Allerdings waren weit weniger animierte Karten dabei als noch vor 2 Jahren. Schade, die waren zum Teil sehr originell!


Natürlich wird erwartet, dass man selbst auch gute Wünsche schickt, was ich immer gerne mache. Da es nicht nur die abgedroschenen Floskeln sein sollten, bemühe ich mich um eine entsprechende Form, ein bisschen persönlicher ist doch immer netter.


Das wäre also erledigt, und schon kommt die nächste Aufgabe auf uns zu. 


Es war wieder schön, die vielen Päckchen auszupacken,  und über die meisten Geschenke konnte man sich sogar richtig freuen. Umso mehr, wenn die Schenkenden auch noch anwesend waren und man sich direkt vor Ort bedanken konnte. 


Es wurden aber auch Päckchen abgegeben. In diesem Fall ist das Danke sagen etwas aufwendiger. Man ruft an oder schreibt ein kürzeres oder längeres Briefchen, bei modernen Menschen auch mal eine Email. Da kann man gleich nochmals die Neujahrswünsche mit einbauen.


Das tue ich jetzt auch und wünsche meinen offiziellen und inoffiziellen Followern (was für ein Wort!)


einen fröhlichen Rutsch in ein erfolgreiches, gesundes und glückliches Jahr 2013

Sonntag, 23. Dezember 2012

meine deutsche Weihnacht




Nach knapp 4 Monaten Ehe schwebten wir immer noch auf der berühmten Wolke, und in diesem Zustand knisternder Verliebtheit feierten wir das erste gemeinsame Weihnachtsfest.

Es fand bei meiner neuen Verwandtschaft in einer  langgestreckten Berliner Etage statt. Im vorderen Teil der Wohnung befanden sich die Wohnräume und ein Fremdenzimmer, in der Mitte das typische Berliner (Durchgangs-)Zimmer, dahinter mehrere Schlaf- und Gästezimmer und die Küche.

Fritz wurde in das Fremdenzimmer im vorderen Teil einquartiert. Mir wies man ein Gästezimmer im hinteren Bereich zu, wohlbehütet zwischen Schwiegermutter und Tanten. Unsere Kontakte beschränkten sich zwangsläufig auf ein paar heimliche Berührungen und dezente Wangenküsse. Es war grausam!

Auch der Ablauf des Weihnachtsfests war für mich ungewohnt. Es fing damit an, dass es am 4.Advents-Sonntag Sauerkraut und Rippchen gab, bei uns zu Hause ein typisches Werktagsessen. 

Heiligabend verbrachten wir zu sechst im Herrenzimmer. Auf dem runden Tisch in der Mitte stand ein schüchternes kleines Tännchen mit winzigen weißen Kerzchen, die Ästchen mit Kunstschnee besprüht, von der Art, wie man sie bei uns auf die Gräber stellt. Eine Krippe gab es nicht. 
Jeder der Anwesenden hatte sein eigenes kleines Geschenke-Tischchen. Man besah sich die Präsente, äußerte sich wohlwollend zu der guten Wahl und bedankte sich höflich bei den Anwesenden für die hübschen Taschentücher, das geschmackvolle Briefpapier und die duftende Seife. 

Dann setzte man sich auf die schweren Ledersessel  - Fritz und ich in gebührendem Abstand von einander  - und machte artig Konversation. Fräulein Elschen füllte die Gläser mit süßem Dessertwein und reichte eine Schale mit Konfekt herum.

Musik gab es nicht. Die Gesellschaft bestand aus meiner Schwiegermutter, 2 ältlichen Tanten und Fräulein Elschen, der guten Seele des Haushalts. So gesehen war es wahrscheinlich  ein Segen, dass nicht gesungen wurde! 

In den folgenden Jahren gingen wir dazu über, in meiner italienischen Großfamilie mit Kind und Kegel Weihnachten zu feiern, so richtig üppig mit einem großen Christbaum, Hausmusik, stundenlangem leckerem Essen, Mitternachtsmesse und anschließendem Ausklang mit Champagner und Panettone.

Donnerstag, 13. Dezember 2012

rosa Weihnacht




In  diesem Jahr gibt es in Frankfurt einen rosa Weihnachtsmarkt für Schwule und Lesben.


Die Homosexuellen wollen in der Gesellschaft integriert sein. Das ist völlig in Ordnung   -  oder wie manch einer sagt: „und das ist gut so“.
 
Warum aber isolieren sie sich vom Rest der Gesellschaft mit einem eigenen Weihnachtsmarkt? 
Das kommt mir doch eher unlogisch vor. 
  
Die rosafarbenen Weihnachtsbäume und die pink ausgeschlagenen Buden sind ja ganz witzig und unkonventionell. 
Wo aber mag das hinführen?


Müssen wir etwa  nächstes Jahr mit einem grauen Weihnachtsmarkt für Senioren rechnen?

Da kann ich nur sagen :

FRÖHLICHE  WEIHNACHTEN  ALLERSEITS !

Mittwoch, 5. Dezember 2012

Wie gebildet ist Deutschland?



Kürzlich gab es am Samstag Abend im ZDF einen dieser beliebten Tests mit vier Prominenten und einem der üblichen Allzweck-Moderatoren.

Angeblich muss man Goethe und Beethoven heute nicht mehr kennen. Aber immerhin blieben den Fernsehleuten 4 Themenbereiche mit insgesamt 50 Fragen.

Erstaunlicherweise gehörten einige Fragen aus dem Bereich Umgangsformen dazu. Das fand ich sehr beruhigend  -  zunächst !

Eine Frage betraf die modernen  Eßmanieren. Die richtige Antwort auf die erste Frage lautete, dass es heute erlaubt ist, Kartoffeln mit dem Messer zu schneiden. Dabei verwies der Moderator auf den deutschen Knigge-Rat. Eingeweihte wissen, dass es sich dabei nicht um eine Institution handelt, sondern um einen selbsternannten Verein, der Empfehlungen zu Fragen der modernen Etikette gibt, die er nach einiger Zeit auch schon mal widerruft. 

Wenig überzeugend war auch die Erklärung des Moderators und des "Experten": Dass man Kartoffeln früher nicht mit dem Messer schneiden durfte, soll daran liegen, dass die Leute damals mit Silberbesteck aßen, welches beim Kontakt mit den Kartoffeln anlaufen soll. Ich weiß nicht, wie man bei den beiden Herren zu Hause schneidet. Bei uns hat man schon immer mit der Messerklinge geschnitten. Diese war und ist aus Stahl (auch bei den Messern mit Silbergriff). Nur war der Stahl früher nicht rostfrei und lief daher leicht an. 

Dass man die Kartoffeln heute mit der Gabel zerdrücken darf, ist nicht nur eine Mär, sondern schlicht schlechtes Benehmen. Korrekterweise zerteilt man die Kartoffel mit der Gabelkante. Das tat man früher, und das tut man auch heute noch. 

...  und übrigens gibt es auch heute noch Menschen, die Silberbesteck benutzen !

Freitag, 30. November 2012

Kürbis



Er passt wunderbar zum Spätherbst und nicht nur als Dekoration !

Früher aß man Kürbis in Deutschland lediglich als süßsauer eingelegte Beilage. Inzwischen gibt es ihn als leckere Suppe, als Purée, als salzigen und als süßen Kuchen. 

Ich habe kurz vor dem Advent noch zwei süße Varianten gebacken, Danach kommt ja dann die Christstollen- und Plätzchen-Zeit.

Gewöhnlich nehme ich für das süße Gebäck Muskat-Kürbis. Für die Tarte kann es auch mal Butternuss-Flaschenkürbis sein (etwas zarter im Geschmack) und beim Rührkuchen Hokkaido-Kürbis (etwas kräftiger).

Mein Favorit ist der flache Kürbiskuchen - die Pumpkin-Pie. Das Rezept habe ich aus USA von meiner damaligen Nachbarin mitgebracht. Der Einfachheit halber bereite ich ihn aber mit meinem üblichen Mürbeteig zu ::



600 gr Kürbisfleisch in Würfel schneiden und
mit wenig Wasser kurz andämpfen, 
abkühlen lassen
2 Eier mit ¾ Tasse Zucker hell und schaumig schlagen
½ TL Salz,  1/2 TL Zimtpulver, 
1/2 TL geriebener Ingwer und 1 Prise gemahlene.Nelken dazu
Kürbisfleisch pürieren und in die Eimasse geben
¾ Becher flüssige Sahne hinzufügen

Tarteform mit Mürbeteig auslegen, mit der Gabel ein paarmal einstechen.
Kürbismasse auf den Teig geben und in die  untere Mitte des auf 220° vorgeheizten Ofens schieben. Nach 10  Min. die Hitze auf 180° reduzieren und ca 30 Min. fertig backen, bis der Rand hellbraun und die Füllung goldbraun ist.

Mein zweiter Kürbiskuchen ist ein Rührkuchen und erinnert ein bisschen an die Rüeblitorte :

4 Eier + 1 Eigelb mit
150 gr Zucker hell und schaumig schlagen
450 gr geriebenen rohen Kürbis hinzufügen (siehe oben)
100 gr gemahlene Haselnüsse,
etwas Orangen- und Zitronenabrieb. 
Saft einer Orange, etwas Muskat und Zimt dazu und zum Schluss
175 gr Mehl und 1 TL Backpulver unterziehen
Den Teig in eine Springform geben und in der Mitte des  auf 180° vorgeheizten Ofens bei 160° Umluft in ca 40 Min. schön goldbraun backen.

Den Kuchen backe ich 1-2 Tage vor dem Verzehr, damit er gut durchziehen kann.
Dann packe ich ihn aus der Alufolie aus und bestreiche ihn zunächst ganz dünn mit Orangenmarmelade. Dann verrühre ich das übrig gebliebene Eiweiß mit 125 gr Puderzucker, füge einige Tropfen Zitrussaft dazu und überziehe die Torte damit. Zum Schluss streue ich eine Mischung aus gehackten Pistazien und Haselnüssen auf den Rand. 

Was bleibt jetzt noch zu sagen ?

guten Appetit allerseits und ein schönes Wochenende !